Das Kloster Walkenried

(Doris Franke).  Bei einem Besuch des mittelalterlichen Zisterzienserklosters Walkenried können die Besucher  in die Welt des Mittelalters eintauchen. Seit 2006 kann man den Alltag der hier einst lebenden und arbeitenden Mönche hautnah erleben. Das von Ora et labora („Bete und arbeite“) geprägte Leben und Wirken der frommen Kirchenmänner  wird in den Klausurgebäuden spannend und interessant vermittelt, akustische und visuelle Inszenierungen ergänzen den Rundgang durch den fast 900 Jahre alten Ort. Die ehemalige Abtei liegt im Landkreis Osterode im Harz. Der katholische  Mönchsorden der Zisterzienser ist Ende des 11. Jahrhunderts als Reformbewegung aus dem Benediktinerorden hervorgegangen.

Der Orden der „Weißen Mönche“ zeichnete sich durch besondere strenge  und einfache Lebensweise aus. 1127 stiftete Adelheid von Walkenried in dieser Niederung das dritte Zisterzienserkloster in Deutschland. 1129 lebte hier ein Abt mit 12 Mönchen, 1137 wird die 50 m lange romanische Klosterkirche geweiht. Schon 1150 hat sich das Kloster zu einem mittelalterlichen Konzern entwickelt und betrieb zahlreiche Wirtschaftshöfe.  Der wirtschaftliche Erfolg führte zum Bau eines größeren und moderneren Klosters mit einer 90 m langen gotischen Kirche, der damals größten in Norddeutschland.  Rund 400 Jahre wirkten die Gottesmänner hier, haben viele Spuren hinterlassen. Sie besaßen Berg- und Hüttenwerke und entwickelten u.a. die Technik weiter, Wasserkraft im Bergbau einzusetzen. In den Bauernkriegen wird das wehrlose Walkenried geplündert, ausgeraubt und zerstört – die Mönche ergreifen die Flucht, ihre Kirche wird dem Verfall preisgegeben. Von der ehemaligen Klosteranlage ist das im 13. Jahrhundert errichtete Klausurgebäude mit dem berühmten doppelten Kreuzgang sehr gut erhalten, das seit 2010 zum UNESCO Welterbe gehört.

Lassen Sie sich in einem der größten Klostermuseen Deutschlands in die Welt des Mittelalters führen, erleben Sie im einzigartigen mittelalterlichen Kreuzgang Konzerte mit internationalen Künstlern oder besuchen Sie im letzten Septemberwochenende den Walkenrieder Klostermarkt.

Fotos: Franke

Einschulung 1946

(Gert Sommerfeldt).  Immer, wenn ich Erstklässler erwartungsvoll zur Einschulung gehen sehe, denke ich an meinen 1. Schultag. Im Alter von 6 Jahren wurde ich am 1.September 1946 in die 5. Wilhelmstädter Grundschule, die spätere Franz-Mehring-Grund-Schule, mit 40 weiteren Jungs eingeschult. Wir saßen sehr eng in den Schulbänken, da die Nachbarschule noch in Trümmern lag. Zur Einschulung wurde die traditionelle Schultüte überreicht. Vater hatte sie selbst gebastelt aus einem Karton, der beklebt und bemalt worden war. Darin waren als Füllung eine Sonderration Kristall-Zucker nur für Schulkinder, die man zu Bonbons kochen konnte, sowie Obst aus Nachbars Gärtchen.

Erwartungsvoll nahmen wir in den Schulbänken Platz. Es folgten erste schulische Belehrungen. Anschließend gab es zu Hause Mittagessen, sogar mit einer kleinen Fleischportion dank gesammelter Lebensmittelmarken, dazu nachmittags Kleie-Kuchen mit selbst gekochter Marmelade. Meine Schulmaterialien bestanden aus einer gebrauchten und leider zerkratzten Schiefertafel,  dazu ein Griffel und ein am Ranzen baumelnder Schwamm. Wie gut, dass diese Zeiten schon lange der Vergangenheit angehören, aber vergessen sollten wir sie nicht.

Foto privat

Tipps für Fernreisen

(Dr. Christl Korb).  Auch uns Senioren zieht es in die weite Ferne. Doch nach einem langen Flug fühlt man sich häufig müde und abgeschlagen, kann sich schlecht konzentrieren und nicht schlafen. Das können aller Wahrscheinlichkeit die Folgen eines Jetlags sein. Ein Langzeitflug geht über mehrere Zeitzonen. Da gerät die „innere Uhr“ völlig aus dem Takt. Die Jetlag-Symptome sind meist umso stärker, je mehr Zeitzonen überquert werden. Ein Jetlag tritt sowohl bei einem Flug Richtung Westen als auch gen Osten auf. Bei „Ostreisen“ sind die Symptome stärker, denn man „verliert“ Zeit. Fliegt man Richtung Westen wird der Tag länger, man „gewinnt“ Zeit. Das verkraftet der Körper leichter als einen stark verkürzten Tag. Das Alter und  Gesundheits-probleme können den Jetlag noch verstärken.

Muss man Medikamente zu ganz bestimmten Zeiten einnehmen, kann die Zeitumstellung deren Wirksamkeit beeinflussen. Fragen Sie daher vor Reisebeginn den Hausarzt oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Ein Jetlag lässt sich nicht völlig vermeiden, aber man kann die Auswirkungen reduzieren. Gehen Sie 1–3 Tage vor der Abreise bei einem Flug gen Westen verspätet ins Bett. Eine frühere Nachtruhe ist bei dem Flug nach Osten ratsam. Sobald sich der Flieger in die Luft erhebt, sollten Sie die Uhr auf die Zeit des Zielortes umstellen. Schlafen Sie während des Fluges Richtung Osten. Trinken Sie ausreichend und verzichten Sie auf Alkohol. Wenn Sie sich dann in den ersten 2 Tagen am Urlaubsort noch schonen, Alkohol meiden, ausreichend schlafen und trotzdem Zeit im Freien verbringen, dann wird es ein „Super-Urlaub“.

Foto: Brosza

Tipps

 

Viele gute Taten sind möglich

Zum 13. Magdeburger Freiwilligentag am 15.09.2018 gibt es jede Menge Gelegenheiten für gute Taten. 36 Mit-Mach-Aktionen sind bereits jetzt angemeldet und es kommen sicher noch einige dazu. Wenn das keine Motivation ist! Interessierte sollten also nicht zögern und schnell die Online-Anmeldung ausfüllen. Info unter www. freiwillig-in-magdeburg.de. Selbstverständlich gibt es auch Flyer, die an vielen Stellen in der Stadt und in der Freiwilligenagentur ausliegen. Für die gemütliche Auswahl am Küchentisch schicken wir auch gern welche per Post zu. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Freiwilligenagentur Magdeburg e.V., Einsteinstraße 9, 39104 Magdeburg, Telefon 0391/5495840

Ehrenamtlicher Besuchsdienst

Die Freiwilligenagentur lädt im Besuchsdienst oder in der Nachbarschaftshilfe Engagierte und  interessierte Menschen herzlich zu einem Austauschtreffen am 06.09.2018 ab 15 Uhr ins Alten- und Service-Zentrum Olvenstedt (Bruno-Beye-Ring 3, 39130 Magdeburg) ein, um über Erfahrungen zu berichten, Probleme zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Anmeldungen sind nicht zwingend notwendig, aber wünschenswert (Telefon 0391 5495840). Interessierte, die ein freiwilliges Engagement in Besuchsdiensten oder in der Nachbarschaftshilfe suchen, können sich natürlich jederzeit an die Freiwilligenagentur Magdeburg wenden.

 

ASZ Olvenstedt

Am Mittwoch, den 19.09.2018 um 10.30 Uhr im beginnt ein Yoga-Kurs für Senioren. Der Kurs kann über das Präventionsangebot der gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden und geht über 10 Wochen.

Am Donnerstag den, 20.09.2018 veranstaltet das ASZ zum 2. Mal eine Infomesse zum Thema „Zwischen Häuslichkeit und Heim“. Hier stellen Dienstleister und Vereine Unterstützungsangebote vor, um bei Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in der eigenen Häuslichkeit verbleiben zu können. Nähere Informationen und Anmeldungen wie immer unter 7 22 15 63 bzw. direkt im ASZ im Bruno-Beye-Ring 3.

 ASZ Cracau

Freitag 21.09. 10.00 Uhr Aktion zum Weltalzheimertag. Treff: Alter Markt vorm Rathaus

Montag 24.09. 08.30 Uhr Mitbringfrühstück

Freitag 28.09. 10.30 Uhr gemeinsames Kochen. Anmeldung erwünscht.

ASZ Cracau, Zetkinstraße 17, 39114 Magdeburg, Tel.: 0391/8355722

 

Fit im Alltag im Nachbarschaftszentrum „Neue Wege“

Die nächste Kurseinheit vom „AlltagsTrainingsProgramm für Frauen und Männer ab 60 Jahren“ beginnt am Mittwoch, 05. September 2018 um 09.00 Uhr in der Magdeburger Othrichstraße 30. Interessierte können sich melden unter Telefon-Nr. 0391/ 2529229 oder per Mail neue-wege-md@gmx.de

Blumenstrauß des Monats August 2018

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza).  Doris Radecke suchte im Oktober 1998 zum ersten Mal die Räume des  Alten-und Service-Zentrums (ASZ) Cracau auf. Sie wollte nicht mehr allein zuhause sitzen, suchte dort soziale Kontakte. Das ist jetzt 20 Jahre her. Inzwischen findet man die agile 75-Jährige täglich hier, das ASZ ist zu ihrer zweiten Heimat geworden. Hier gehört sie zu den einsatzbereiten Ehrenamtlichen, die die vielfältigen Angebote aktiv unterstützen und auch neue Ideen entwickeln. Sie hat schon vieles ausprobiert, sang im Chor mit, schwang 10 Jahre lang  ihr Tanzbein in der Tanzgruppe, spielt für ihr Leben gern Räuberrommè und bringt ihr Talent in der Handarbeitsgruppe des ASZ ein. Dort werden in gemütlicher Runde wahre Kunstwerke angefertigt, die für die Beschaffung neuer Materialien verkauft oder für einen guten Zweck verschenkt werden wie z.B. die Teddies vor einigen Jahren an einen Kindergarten. Das ASZ bietet jetzt auch gemeinsam mit der Stadtbibliothek eine sogenannte „Medienbox“ an, von der Bücher, Hörbücher oder CD`s ausgeliehen werden können. Doris Radecke hat ehrenamtlich die Buchausleihe übernommen, die sie gemeinsam mit der Leitung des ASZ noch populärer machen will. Für all diese Aktivitäten möchte das ASZ Cracau ihr einmal Danke sagen und so baten sie den Magdeburger Kurier, Doris Radecke mit dem Dankeschön-Blumenstrauß des Monats auszuzeichnen.

Wir sind dem gern gefolgt und überreichten der überraschten Seniorin den von Blumen-Bienert wunderschön gebundenen Strauß mit vielen guten Wünschen für weitere Erfolgserlebnisse bei  ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit.

 Foto: Brosza