Das Foucaultsche Pendel

(Gert Sommerfeldt).   „ … Und sie bewegt sich doch!“ soll der Astronom und Physiker Galileo Galilei (1564-1642) gesagt haben als er das Inquisitations-Tribunal verlassen hatte. Beweise dazu lieferte er durch seine Erfahrung und eigene Experimente. Seine Erkenntnisse wurden jedoch von der katholischen Kirche als Widerspruch zur Heiligen Schrift angesehen. Von ihr als absurden Irrglaube eingestuft, musste Galilei nach einer Ermahnung seiner These von der Erdbewegung um die Sonne abschwören. Erst 1992 wurde Galilei durch den Vatikan rehabilitiert. Den sichtbaren Nachweis der Erdrotation konnte der französische Physiker FOUCAULT 1851 mit seinem schwingenden Pendel erbringen. Er hatte ein schweres Pendel an einem langen Draht aufgehängt und in ebene Schwingungen versetzt. So konnte man nach wenige Minuten sehen, dass sich die Schwingungsrichtung des Pendels gegenüber dem Boden verändert hatte.

Im Jahrtausendturm des Elbauenparks ist das Pendel ein viel besuchtes Ausstellungsexponat. An einem 42m langen Seil hängt eine in Schwingung gebrachte 50 kg schwere Messinghohlkugel. Sie wird in Bewegung gehalten durch eine zentrisch angeordnete Magnetspule, die auch Reibungsverluste ausgleicht. Zum sichtbaren Nachweis der Erddrehung dienen 81 auf der Bodenplatte aufgestellte Messingstifte. Alle 12,5 min fällt einer dieser Stifte, nach ca. 15 Stunden kippt dann der letzte. Dies ist ein spannender und sehr lehrreicher Versuch für Erwachsene und Kinder. Durch seinen ruhigen Ablauf weckt das Pendel immer sofort das Interesse der Besucher.

 

Kürzel kurz erklärt

MRT –  Magnet-Resonanz-Tomographie

(Dr. Christl Korb).  Das MRT (Kernspintomographie) ist ein modernes bildgebendes Verfahren. Sowohl gesundes Gewebe als auch krankhafte Veränderungen der Organe im menschlichen Körper können mit dieser Untersuchungsmethode erfasst werden. Es wird mit einem starken Magnetfeld gearbeitet. Schichtweise werden von dem zu untersuchenden Organ zahlreiche Schnittbilder aufgenommen. Die inneren Organe, Gelenke, Gehirn, Rückenmark und alle Weichteile werden mit einer sehr hohen Auflösung differenziert dargestellt.

Die Untersuchungsmethode ist im Gegensatz zum CT frei von Röntgenstrahlen.

Computertomographie (CT)

Im Jahr 1979 erhielten der amerikanische Physiker Allan M. Cormack und der britische Ingenieur Godfrey N. Hounsfield für die Entwicklung der Computertomographie den Nobelpreis. Bei diesem bildgebenden Verfahren handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, mit der der menschliche Körper in Querschnittbildern dargestellt wird. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Röntgenaufnahme werden mit dem CT auch Weichteilgewebe detaillierter erfasst.

Es können mit dem CT sehr sicher Knochenbrüche, Blutungen, Blutergüsse, Schwellungen (z. B. von Lymphknoten) und oft auch Entzündungen diagnostiziert werden. Das CT eignet sich besonders für die Darstellung von festem Gewebe.

Die Eberesche

Dieser in Mitteleuropa weit verbreitete Baum mit seinen roten Früchten ist vielen unter dem Namen Vogelbeerbaum bekannt.  Andere deutschsprachige Bezeichnungen sind Drosselbeere, Quitsche oder Krametsbeere.

Ebereschen gehörten zu den heiligen Bäumen der Kelten. Sie waren auch dem germanischen Gott Thor geweiht. Dem Aberglaube nach sollen sie vor Blitzschlag schützen. Es gibt Beobachtungen, dass Ebereschen seltener von Blitzen getroffen werden als andere Bäume.

Für Insekten, Vögel und Säugetiere ist sie eine wertvolle Nahrungsquelle. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind ihre Früchte ungiftig. Allerdings enthalten die Beeren die Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Werden die Beeren gekocht, wird die Säure abgebaut und der herbe Geschmack der Vogelbeere gemildert. Vogelbeeren sind reich an Vitamin C.

Auch den Blättern und Blüten schreibt man eine Heilwirkung zu. Getrocknet werden sie zu Tee verarbeitet und finden bei Husten, Bronchitis,  Magenverstimmung und Durchfall  Verwendung. Eine Wirkung ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Die Früchte können zu Marmelade, Gelee oder Saft verarbeitet werden. Vielleicht probieren Sie es aus.

Die Ambrosia

  (Gert Sommerfeldt).  Sie ist schlank und rank und macht durch ihre Größe bis zu 1,5 m und die vielen weißen Blüten auf sich aufmerksam – aber sie ist auch äußerst giftig. Die bloße Berührung der aufstrebenden Pflanze führt beim Menschen zu einer schmerzhaften Rötung und Schwellung der Haut. Sie und wurde als ein äußerst aggressives und wucherndes Unkraut eingestuft, dessen Pollen zu Allergien und Asthma führen können.

Wenn die Pflanze nach der Blüte ihre Wuchshöhe erreicht hat bildet sie zum Ende des III.Quartals Unmengen an winzigen Pollen aus, die durch den Wind weiter getragen werden. Auf dem Boden liegend können sie dort auch viele Jahre keimfähig schlummern.

Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde die Ambrosia durch internationale Transporte, sowie durch verunreinigtes Saatgut nach Europa verschleppt. 1863 in Deutschland entdeckt, gilt sie als Neophyt, also als pflanzlicher Einwanderer in Gebiete, in denen sie zuvor nicht heimisch war.

Da die Pflanze an vielen Stellen wuchert und für die Gesundheit eine erhebliche Gefahr darstellt, sollten Kleingärtner beim Herausreißen der Stängel Mundschutz und Handschuhe tragen und die Reste im Hausmüll entsorgen.

Die Weiterverbreitung der Ambrosia wird durch staatliche Stellen beobachtet, zumal sie leicht mit dem Gemeinen Beifuß verwechselt werden kann.

           Foto: Sommerfeldt

Blumenstrauß des Monats September 2017

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza).  Vor 5 Jahren anlässlich der Feierlichkeiten zum 80-jährigen Bestehen der Karl-Marx-Siedlung im Hopfengarten trat Lisa Lange das erste Mal im Kostüm der Berta Krupp, Begründerin dieser ehemaligen Krupp-Gruson-Siedlung, mit der historischen Modenschau „Im Wandel der Zeiten“ öffentlich in Erscheinung. Seitdem ist die mit viel Elan ausgestattete agile Rentnerin als Ideengeberin und Organisatorin für die Auftritte zuständig und hat mit ihren inzwischen 14 Freizeitmodels, alles Frauen im Rentenalter bis zu 84 Jahren, ein tolles Programm zusammengestellt. In historischen Kostümen werden zu Musik vom Band oder Akkordeonbegleitung Braut- und Nachtmode aus den 20-er Jahren, alte Taufkleider, feine Damen und Dienstmädchentracht, Schwalbenschwanz und Chapeau Claque, Markt- und Trümmerfrauen, FDJlerinnen, Dirndl-, DDR- und Hippie-Mode mit den jeweils passenden Utensilien wie Nachttöpfe und Leuchter, Teddybären, Regenschirme und tolle Handtaschen sogar Monokel mit viel Spaß und Einsatz präsentiert.

Die Modenschau unter der Leitung von Lisa Lange tritt vorrangig in den Alten-und Pflegeheimen der Stadt zur großen Freude der dortigen Bewohner auf. Für sie ist es jedes Mal besonders berührend, wieviel Freude sie in diese Heime bringen kann und wie begeistert die Senioren bei bekannten Melodien mitsingen. Man sollte es gesehen haben! Inzwischen sind die ehrenamtlichen Auftritte der Models sehr gefragt, auch in den ASZ`s und Begegnungsstätten, bei der AWO und der Volkssolidarität, im Familienhaus oder bei der HSV Medizin, im Hansepark und bei der Krebsliga, sind sie gern gesehen und für 2017 bereits ausgebucht. Auch ihr Kleiderfundus wird immer größer. Angefangen hat sie mit den Sachen aus dem alten Kleiderschrank ihrer Oma in Bebertal, inzwischen sind auch drei Truhen und weitere Kleiderschränke und Regale gut gefüllt. Ihr Nähtalent hilft ihr, die Kostüme für die Auftritte, die drei- bis viermal im Monat von ihr organisiert werden, passend zu machen.

Wer anderen so viel Freude bringt, dem wollten auch wir eine Freude bereiten. Und so übergaben wir den prächtigen von Blumen-Bienert gesponserten Blumenstrauß des Monats an Lisa Lange mit einem großen Dankeschön besonders im Namen der Bewohner der Alten-und Pflegeheime sowie aller begeisterter Zuschauer dieser „Historischen Modeschau“.