Blick ins Weite

(Dieter Müller).  In Magdeburg und weit darüber hinaus ist Wolfgang Roßdeutscher – Jahrgang 1945 – mit seinen künstlerischen Arbeiten präsent. Er steht schon in der dritten Generation dieser Bildhauerfamilie unserer Stadt. Da lässt im Flur des Alten Rathauses ein derber Puppenspieler seine Figuren tanzen. Nahe dem Johannisberg ziert ein Paar die Wiese, fast abstrakt in kräftigen Formen. Zwischen Leiterstraße und Himmelreichstraße zeigt eine Stele Magdeburger Hauszeichen, die verlorenen Originalen nachempfunden sind. In Domnähe finden wir das Mahnmal für die zur Nazizeit ermordeten Sinti und Roma. Auf dem Dorfplatz von Sohlen, dem Wohn- und Arbeitsort Roßdeutschers, steht eine Skulptur mit dem Titel „Entfaltung“. Schließlich schaut südlich von Sohlen am Kreuzbergweg ein grob aus Sandstein gehauenes „Bördepaar“ in die großartige Landschaft, über die man sogar bis zum Brocken blicken kann. Gönnen auch Sie sich dieses Erlebnis!

Über seine bildhauerische Arbeit hinaus hat sich Roßdeutscher – zusammen mit Helfern aus Sohlen – für die Rettung der kleinen Dorfkirche Sankt Egidius engagiert, die zur DDR-Zeit dem Verfall entgegenging, nun aber wieder in schlichter Schönheit erstrahlt und unter Wolfgang Roßdeutschers Mitarbeit zu einem Ort der Kultur für Ausstellungen, Musik und Lesungen wurde.

Kürzel kurz erklärt – Teil 2

EEG – Elektroencephalographie

(Dr. Christl Korb).  Bereits im Jahr 1929 hat der deutsche Neurologe Hans Berger diese Untersuchungsmethode entwickelt. Der Name Elektroencephalographie kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Wörtern für Gehirn und Schreiben zusammen.

Alle Nervenzellen in unserem Gehirn sind über Kontaktstellen, den Synapsen, miteinander verbunden. Im Bereich dieser Kontaktstellen kommt es zu Spannungsschwankungen, die mit Hilfe des Elektroencephalogramms gemessen und graphisch dargestellt werden.

Das im EEG sichtbare Hirnstrombild wird vom Mediziner ausgewertet und je nach der Art des Kurvenverlaufes können Rückschlüsse auf die unterschiedlichsten Erkrankungen wie Entzündungen, Tumore oder Verletzungen im Hirnbereich gezogen werden. Unverzichtbar ist das EEG bei der Diagnostik von Krampfleiden. Auch im Schlaflabor werden die Patienten mit einer kontinuierlichen EEG-Aufzeichnung überwacht. Es ist eine Aussage über den Wachheitsgrad des Patienten bzw. der Schlafstadien möglich.

 

Elektromyographie – EMG

Bei der Elektromyographie werden die elektrischen Aktivitäten der Muskeln gemessen. Das Ergebnis der Messung lässt eine Aussage über Krankheiten der Nerven und der Muskelzellen zu. Man kann feststellen, ob eine Erkrankung nervlich oder muskulär bedingt ist. Liegt zum Beispiel eine Lähmung des Fußes vor, dann kann durch das EMG geklärt werden, ob die Ursache der Lähmung im Nerven- oder Muskelbereich liegt.

Die Königskerze

(Dr. Christl Korb).  Zwischen Juli und September blüht die Königskerze in ganz Europa, Nordasien und Nordamerika. Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 m erreichen. Ihre Verwendung ist vielfältig, genauso wie ihre Namen.

Bestrichen mit Pech und Teer wird sie als Fackel oder Lampendocht benutzt, daher der Name „Lampenbrand“. Im Volksglauben ist sie auch als Wetterkerze, Donner – und Blitzkerze bekannt. Im kirchlichen Glauben nennt man sie „Himmelsbrand“.  Auf vielen Darstellungen der Jungfrau Maria trägt diese als Zepter eine Königskerze in der Hand.

Auch heute noch bildet die Königskerze den Mittelpunkt des Kräuterbusches, der aus einer ganz bestimmten Anzahl und Anordnung von verschiedenen Heilkräutern besteht und am 15. August zu Maria Himmelfahrt in der Kirche geweiht wird. Der Busch soll magische Kräfte haben.

Seit der Antike wird sie als Heilmittel verwendet. Hippokrates hat Kompressen aus dem Presssaft der Blüten zur Wundbehandlung hergestellt. Hildegard von Bingen beschreibt die Pflanze als Mittel für ein „trauriges Herz“. Nach Aristoteles soll ihr Samen, in ein Gewässer gestreut, den Fischfang wesentlich erleichtern.

Die therapeutischen Wirkstoffe der Königskerze werden aus ihren Blüten gewonnen. So sind es Schleimstoffe, die sich bei Einnahme wie ein schützender Film über die Schleimhaut von Mund und Rachen legen. Halsschmerzen werden gelindert, der Reizhusten lässt nach.  Essenzen aus in Öl eingelegten Blüten werden zum Einreiben bei Schmerzen empfohlen.

Wo auch immer Sie diese Pflanze finden, in Ihrem Garten, am Wegrand während eines Spazierganges oder auch bei einer Rast an der Autobahn, erfreuen Sie sich daran.

Seniorenarbeitskreis der IG Metall (IGM)

  (Gert Sommerfeldt).  Nach dem Ausscheiden aus der beruflichen Tätigkeit und Übergang in die Rente oder die Entlassung in die Arbeitslosigkeit ist für viele bisher in den Betrieben Organisierte noch nicht Schluss. Viele engagieren sich weiterhin als Ehrenamtliche in den gewerkschaftlichen Seniorengruppen. Man kennt sich da schon aus der früheren beruflichen Tätigkeit. Dann werden beim Treff immer wieder Gedanken zu „damals“ ausgetauscht und auch kritische Vergleiche zur heutigen Arbeitswelt gezogen.

Als Seniorenarbeitskreis unterstützen die Veteranen die Verwaltungsstelle bei der Vorbereitung von besonderen Formen der gewerkschaftlichen Agitation, wie zur Meile der Demokratie. Sie lassen sich auch informieren über die Tätigkeit der Geschäftsstelle der IGM im Tarifgebiet.

42 Parteien und Gruppierungen bewerben sich um ein Mandat im nächsten Bundestag. Die Bewertung ihrer Wahlversprechen erfordert auch von uns eine rechtzeitige politische Orientierung. Wer könnte unser Interessenvertreter sein?

Da lesen wir auf großformatigen Plakaten, dass man für Deutschland kämpft, Ungeduld erwarte, hier gut und gerne lebt, neue Ideen in die Politik einbringen will, die soziale Gerechtigkeit fördern oder mit Schlagworten wie Abrüstung und Schutz vor Armut punkten will. Über allem dann noch plakative Hinweise zur Umwelterhaltung und ihrer weiteren Gestaltung.

Wie die Parteien die Wünsche der Bürger umsetzen könnten, war mehrfach Gesprächsthema für die Senioren.

Dem gegenüber sieht sich die IGM als Vertreter der Interessen der Beschäftigten. Sie will auch weiterhin für die Belange der Senioren mit eintreten, damit die Menschen im Alter gut von ihrer Rente leben können.

… und heute noch eine gute Tat

 12. Magdeburger Freiwilligentag am 16.09.2017
  (Siegfried Brosza).  Engagement hält fit – das können viele engagierte Seniorinnen und Senioren bestätigen. Eine freiwillige Tätigkeit ist nicht nur sinnvoll, sondern ermöglicht auch neue soziale Kontakte und macht Spaß. Man bekommt Anerkennung lernt immer wieder dazu. Also gute Voraussetzungen, um lange aktiv zu bleiben.
Die Gelegenheit, ein freiwilliges Engagement für einen Tag auszuprobieren, bietet sich am 16.09.2017. Dann findet der 12. Magdeburger Freiwilligentag statt und viele Vereine und Einrichtungen laden zum Mitmachen ein.
So werden im Technikmuseum, im Altenpflegeheim Krähenstieg, in der Hugo-Kükelhaus-Schule, im Interkulturellen Garten und auch im Bildungshaus Ottersleben Freiwillige gesucht, die bei der Pflege von Beeten, Hecken oder Rasenflächen helfen. Wer mit Pinsel und Farbe umgehen kann, ist in der Kita Mandala, in der Jugendfreizeiteinrichtung Kinderhaus oder auch im Zentrum für soziales Lernen willkommen. Und im Malteserstübchen Süd, im Mietertreff Othrichstraße und auch im Vitanas Seniorencentrum Elbblick stehen Spiel und Begegnung auf dem Programm. Wer das Buffet für die Interkulturelle Kaffeetafel oder das abschließende Dankeschönfest mit selbstgebackenem Kuchen bereichern möchte, ist ebenfalls willkommen. Einen Überblick über alle Mit-Mach-Aktionen sowie ein Anmeldeformular sind unter www.freiwillig-in-magdeburg.de zu finden. Auch Flyer mit allen Informationen liegen in vielen Einrichtungen der Stadt aus und auch das Team der Freiwilligenagentur berät Interessierte gern. (Einsteinstraße 9, Telefon 0391 5495840, info@freiwilligenagentur-magdeburg.de)