Die Ambrosia

  (Gert Sommerfeldt).  Sie ist schlank und rank und macht durch ihre Größe bis zu 1,5 m und die vielen weißen Blüten auf sich aufmerksam – aber sie ist auch äußerst giftig. Die bloße Berührung der aufstrebenden Pflanze führt beim Menschen zu einer schmerzhaften Rötung und Schwellung der Haut. Sie und wurde als ein äußerst aggressives und wucherndes Unkraut eingestuft, dessen Pollen zu Allergien und Asthma führen können.

Wenn die Pflanze nach der Blüte ihre Wuchshöhe erreicht hat bildet sie zum Ende des III.Quartals Unmengen an winzigen Pollen aus, die durch den Wind weiter getragen werden. Auf dem Boden liegend können sie dort auch viele Jahre keimfähig schlummern.

Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde die Ambrosia durch internationale Transporte, sowie durch verunreinigtes Saatgut nach Europa verschleppt. 1863 in Deutschland entdeckt, gilt sie als Neophyt, also als pflanzlicher Einwanderer in Gebiete, in denen sie zuvor nicht heimisch war.

Da die Pflanze an vielen Stellen wuchert und für die Gesundheit eine erhebliche Gefahr darstellt, sollten Kleingärtner beim Herausreißen der Stängel Mundschutz und Handschuhe tragen und die Reste im Hausmüll entsorgen.

Die Weiterverbreitung der Ambrosia wird durch staatliche Stellen beobachtet, zumal sie leicht mit dem Gemeinen Beifuß verwechselt werden kann.

           Foto: Sommerfeldt

Kürzel kurz erklärt

EEG – Elektroencephalographie

(Dr. Christl Korb).  Bereits im Jahr 1929 hat der deutsche Neurologe Hans Berger diese Untersuchungsmethode entwickelt. Der Name Elektroencephalographie kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Wörtern für Gehirn und Schreiben zusammen.

Alle Nervenzellen in unserem Gehirn sind über Kontaktstellen, den Synapsen, miteinander verbunden. Im Bereich dieser Kontaktstellen kommt es zu Spannungsschwankungen, die mit Hilfe des Elektroencephalogramms gemessen und graphisch dargestellt werden.

Das im EEG sichtbare Hirnstrombild wird vom Mediziner ausgewertet und je nach der Art des Kurvenverlaufes können Rückschlüsse auf die unterschiedlichsten Erkrankungen wie Entzündungen, Tumore oder Verletzungen im Hirnbereich gezogen werden. Unverzichtbar ist das EEG bei der Diagnostik von Krampfleiden. Auch im Schlaflabor werden die Patienten mit einer kontinuierlichen EEG-Aufzeichnung überwacht. Es ist eine Aussage über den Wachheitsgrad des Patienten bzw. der Schlafstadien möglich.

 

Elektromyographie – EMG

Bei der Elektromyographie werden die elektrischen Aktivitäten der Muskeln gemessen. Das Ergebnis der Messung lässt eine Aussage über Krankheiten der Nerven und der Muskelzellen zu. Man kann feststellen, ob eine Erkrankung nervlich oder muskulär bedingt ist. Liegt zum Beispiel eine Lähmung des Fußes vor, dann kann durch das EMG geklärt werden, ob die Ursache der Lähmung im Nerven- oder Muskelbereich liegt.

Die Königskerze

(Dr. Christl Korb).  Zwischen Juli und September blüht die Königskerze in ganz Europa, Nordasien und Nordamerika. Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 m erreichen. Ihre Verwendung ist vielfältig, genauso wie ihre Namen.

Bestrichen mit Pech und Teer wird sie als Fackel oder Lampendocht benutzt, daher der Name „Lampenbrand“. Im Volksglauben ist sie auch als Wetterkerze, Donner – und Blitzkerze bekannt. Im kirchlichen Glauben nennt man sie „Himmelsbrand“.  Auf vielen Darstellungen der Jungfrau Maria trägt diese als Zepter eine Königskerze in der Hand.

Auch heute noch bildet die Königskerze den Mittelpunkt des Kräuterbusches, der aus einer ganz bestimmten Anzahl und Anordnung von verschiedenen Heilkräutern besteht und am 15. August zu Maria Himmelfahrt in der Kirche geweiht wird. Der Busch soll magische Kräfte haben.

Seit der Antike wird sie als Heilmittel verwendet. Hippokrates hat Kompressen aus dem Presssaft der Blüten zur Wundbehandlung hergestellt. Hildegard von Bingen beschreibt die Pflanze als Mittel für ein „trauriges Herz“. Nach Aristoteles soll ihr Samen, in ein Gewässer gestreut, den Fischfang wesentlich erleichtern.

Die therapeutischen Wirkstoffe der Königskerze werden aus ihren Blüten gewonnen. So sind es Schleimstoffe, die sich bei Einnahme wie ein schützender Film über die Schleimhaut von Mund und Rachen legen. Halsschmerzen werden gelindert, der Reizhusten lässt nach.  Essenzen aus in Öl eingelegten Blüten werden zum Einreiben bei Schmerzen empfohlen.

Wo auch immer Sie diese Pflanze finden, in Ihrem Garten, am Wegrand während eines Spazierganges oder auch bei einer Rast an der Autobahn, erfreuen Sie sich daran.

Diagnoseverfahren: Das Elektrokardiogramm (EKG)

Diagnoseverfahren: Das Elektrokardiogramm (EKG)

(Dr. Christl Korb). Der englische Physiologe Augustus Desiré Wailer hat 1882 bei seinem Hund das erste Elektrokardiogramm ( EKG) abgeleitet. Der niederländische Arzt Willem Einthoven verbesserte die Technik und schuf die theoretischen Grundlagen zum Lesen des EKG´s.  Er erhielt 1924 für seine bahnbrechende Leistung den Medizin-Nobelpreis.

Das EKG zeichnet die elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern auf und stellt sie   grafisch dar. Ausgangspunkt jeder elektrischen Erregung im Herzen ist im Sinusknoten im rechten Vorhof.  Der von hier ausgehende Impuls pflanzt sich über das Erregungsleitungssystem fort. Zuerst werden die Herzvorhöfe erregt, dann die Herzmuskelzellen der Kammern. Anschließend bildet sich die Erregung zurück. Bei jedem Herzschlag wiederholt sich das gleiche Bild der elektrischen Herzaktion. Die entstehenden Spannungsänderungen am Herzen werden bis zur Körperoberfläche weitergeleitet. Hier können sie mit Hilfe von Elektroden erfasst werden. Das EKG-Gerät verstärkt die sehr schwachen Signale und stellt sie als EKG – Kurve dar. Diese lässt sich in verschiedene Abschnitte einteilen, denen jeweils ein ganz bestimmter Vorgang im Herzen zugrunde liegt.  Aus dem zeitlichen Ablauf der elektrischen Erregung des Herzens kann der Arzt wichtige Informationen über die Funktion des Organs gewinnen. Das EKG liefert Hinweise auf verschiedenste Herzerkrankungen (Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündung, Herzinfarkt). Es liefert auch Hinweise auf eine Verdickung der Herzmuskeln, auf eine abnorme Belastung der rechten oder linken Herzkammer, auf Elektrolytstörungen und unerwünschte Arzneimittelwirkungen.

In der Kardiologie gibt es neben dem Standard-EKG eine Vielzahl weiterer Verfahren, unter anderem das Ruhe-, Belastungs-, und das Langzeit-EKG. Beim Ösophagus-EKG wird eine Ableitelektrode in die Speiseröhre eingeführt und das EKG abgeleitet. Es ist aber auch eine Ableitung direkt aus dem Herzen möglich. Das EKG gehört zur Routineuntersuchungen, die bei Herzbeschwerden durchgeführt wird.

Ringelblumen – schön und nützlich

(Dr. Christl Korb).  Die prächtigen gelborangenen Blüten der Ringelblumen schmücken im Sommer viele Gärten und Grünanlagen. Diese Blume ist nicht nur eine dekorative Zierpflanze. Sie hat sich auch als Heilpflanze seit Jahrhunderten bewährt, wie bereits die Äbtissin Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert wusste. Die in der Ringelblume enthaltenen Stoffe wirken antibakteriell, entzündungshemmend und krampflösend.  Aus ihren getrockneten Blütenblättern oder getrockneten und zerkleinerten ganzen Blütenkörben können Tees und Tinkturen hergestellt werden, die besonders bei Magen – und Darmgeschwüren die Heilung fördern und Brechreiz mildern können. Für eine Tasse Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Ringelblütenblätter mit kochendem Wasser, lässt alles 10 Minuten ziehen. Nach dem Abseihen kann der Tee getrunken oder zum Gurgeln benutzt werden.

Eine Ringelblumentinktur, deren Herstellung sehr zeitaufwendig ist,  unterstützt die Heilung von Hautwunden, Furunkeln, Ekzemen, Brandwunden oder Pickeln. Hier helfen auch Umschläge oder Badezusätze aus dem Tee der Ringelblume. Auch als Salbe oder Creme findet die Ringelblume traditionell Verwendung.

Allergiker sollten allerdings bei der Verwendung von Ringelblumen vorsichtig sein. Auch zur Wettervorhersage taugt die Ringelblume. Wenn morgens zwischen 6 und 7 Uhr die Blüten der Ringelblume bereits geöffnet sind, dann soll der Tag sonnig werden. Sind sie nach 7 Uhr noch geschlossen, ist mit Regen oder Gewitter zu rechnen.