Ringelblumen – schön und nützlich

(Dr. Christl Korb).  Die prächtigen gelborangenen Blüten der Ringelblumen schmücken im Sommer viele Gärten und Grünanlagen. Diese Blume ist nicht nur eine dekorative Zierpflanze. Sie hat sich auch als Heilpflanze seit Jahrhunderten bewährt, wie bereits die Äbtissin Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert wusste. Die in der Ringelblume enthaltenen Stoffe wirken antibakteriell, entzündungshemmend und krampflösend.  Aus ihren getrockneten Blütenblättern oder getrockneten und zerkleinerten ganzen Blütenkörben können Tees und Tinkturen hergestellt werden, die besonders bei Magen – und Darmgeschwüren die Heilung fördern und Brechreiz mildern können. Für eine Tasse Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Ringelblütenblätter mit kochendem Wasser, lässt alles 10 Minuten ziehen. Nach dem Abseihen kann der Tee getrunken oder zum Gurgeln benutzt werden.

Eine Ringelblumentinktur, deren Herstellung sehr zeitaufwendig ist,  unterstützt die Heilung von Hautwunden, Furunkeln, Ekzemen, Brandwunden oder Pickeln. Hier helfen auch Umschläge oder Badezusätze aus dem Tee der Ringelblume. Auch als Salbe oder Creme findet die Ringelblume traditionell Verwendung.

Allergiker sollten allerdings bei der Verwendung von Ringelblumen vorsichtig sein. Auch zur Wettervorhersage taugt die Ringelblume. Wenn morgens zwischen 6 und 7 Uhr die Blüten der Ringelblume bereits geöffnet sind, dann soll der Tag sonnig werden. Sind sie nach 7 Uhr noch geschlossen, ist mit Regen oder Gewitter zu rechnen.

Gesundheitstipps für den Sommer

(Dr. Christl Korb).  In heißen Sommern mit Werten von bis zu 30°C und darüber, dazu warmer und schwüler Luft bekommen besonders ältere und kranke Menschen gesundheitliche Probleme. Der Körper wird durch das Schwitzen enorm belastet und verliert viel Wasser und Elektrolyte. Daher ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Schon ein Flüssigkeitsdefizit von nur 1% des Körpergewichtes senkt die geistige Leistungsfähigkeit. Der Wassermangel führt sozusagen zu einer „Dürre im Kopf“. Man muss auch trinken, wenn kein Durstgefühl verspürt wird. Dies trifft verstärkt für ältere Menschen zu, da dieser Personengruppe das „Durstgefühl“ oftmals völlig verloren gegangen ist. Stellen Sie sich daher das Glas mit dem Getränk immer so hin, dass Sie ständig an das Trinken erinnert werden. Mineralwasser, Saftschorle oder Tee sollten leicht gekühlt bis lauwarm sein. Meiden Sie den Alkohol. Beim Aufenthalt im Freien immer eine Kopfbedeckung tragen und möglichst auch eine Sonnenbrille. Die Bekleidung sollte hell und luftig sein und den Körper nicht einengen. Zur Mittagszeit und „praller Sonne“ möglichst nicht im Freien aufhalten. An sehr warmen Tagen ist es empfehlenswert, körperliche Belastungen und sportliche Aktivitäten einzuschränken. Auch im Alter muss an Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor gedacht werden. Lüften Sie Ihre Wohnung nur in den Morgenstunden. Ein Verdunkeln der Wohnung mit Vorhängen oder einem Rollladen verhindert das Aufheizen der Räume. Sie können aber auch durch eine Dusche oder ein Fußbad mit kühlem Wasser zur Abkühlung des Körpers beitragen. Schon ein feuchtkühles Tuch im Nacken oder auf der Stirn verbessert das Wohlbefinden. Berücksichtigen Sie nur einige der Empfehlungen, werden die warmen Tage viel besser ertragen.

Die verflixte Vergesslichkeit

(Dr. Christl Korb).  Sicher haben auch Sie schon einmal den Schlüssel verlegt oder der Name einer Person fällt Ihnen nicht ein. Kein Grund zur Beunruhigung. Dies sind Zeichen der ganz normalen Vergesslichkeit. Kommen jedoch zunehmend Orientierungsschwierigkeiten, ein verändertes Verhalten, Sprachstörungen oder „Probleme“ bei der Denkfähigkeit hinzu, dann spricht man von einer Demenz. Erkrankte Personen vergessen nicht nur Details, sondern komplexe Abläufe und Vorgänge.  Selbst die alltäglichsten Dinge können nicht mehr erledigt werden. Inzwischen leben in Deutschland zirka 1.5 Mill. Demenzkranke.

Der Begriff Demenz ( Dementia)  bedeutet im  Lateinischen sinngemäß „ohne Geist“.  Es liegt eine Erkrankung des Gehirns vor, bei der sich  Nervenzellen und ihre Verbindungen verändern  oder zerstört werden. Bestimmte Risikofaktoren beschleunigen den geistigen Verfall. Dazu gehören: Übergewicht, hoher Blutdruck, Rauchen, Diabetes mellitus, Bewegungsmangel und zu wenig geistige Aktivitäten. Diese Faktoren sind jedoch auch gezielt beeinflussbar.

Bleiben Sie im Alter geistig rege. Lernen Sie eine neue Sprache oder gar ein Musikinstrument, oder Stricken und Sticken und den Umgang mit  PC und Handy.  Hirnforscher sind zu dem Ergebnis gekommen, dass beim Tanzen  Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis trainiert, das Gleichgewichtsgefühl und die Ausdauer verbessert werden. Sie können das Gehirn auch durch das Lösen von Rätseln oder Knobeleien fordern. Wichtig ist dabei die Abwechslung. Natürlich gehören auch eine gesunde Lebensweise, ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und die aktive Beteiligung am sozialen Leben dazu. Zusätzliche  medizinische Erkrankungen müssen  entsprechend therapiert werden.

All dies hilft Ihnen, gesund alt zu werden.

Entsorgen von Medikamenten

(Dr. Christl Korb).  Die Hausapotheke sollte mindestens einmal im Jahr, besser zweimal nach Medikamenten mit überschrittenem Verfallsdatum  durchforstet und entsprechende Produkte entsorgt werden. Ob Augentropfen vom letzten Jahr, alter Hustensaft, Tabletten und Pillen oder auch Salben, Gele und Creme. Auch Pflaster wird „alt“ und steriles Verbandsmaterial weist ein Verfallsdatum auf.

Die Entsorgung alter Medikamente kann laut dem Bundesministerium für Gesundheit seit dem 1. Juni 2005 über den Hausmüll (Restmüll) erfolgen, da dieser nicht mehr unbehandelt auf Deponien gelagert, sondern verbrannt oder mechanisch-biologisch vorbehandelt wird. So werden die Schadstoffe in den entsorgten Arzneimitteln weitgehend zerstört und inaktiviert.

Um unsere Umwelt und besonders unsere Gewässer  zu schützen, kippen Sie den „Apothekenschrankmüll“ niemals in die Toilette, ins Waschbecken, in die Spüle oder auf anderem Wege in die Kanalisation. Das gilt auch für flüssige Arzneimittel. Manche Apotheken nehmen die aussortierten Mittel an, aber sie sind zur Rücknahme nicht rechtlich verpflichtet. Eine Entsorgung ist auch auf Recyclinghöfen und bei Schadstoffmobilen möglich. Eine Ausnahme bei der Entsorgung spielen Medikamente, die bei der Therapie von bösartigen Erkrankungen verwendet werden. Diese dürfen nicht in den Hausmüll, eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist erforderlich. Schieben Sie die Überprüfung Ihrer Hausapotheke nicht hinaus, handeln Sie jetzt.

“Montezumas Rache”

(Dr. Christl Korb).  Auch uns Senioren lockt es in die Ferne, gern auch zu exotischen Reisezielen. Auf solchen Reisen kann ein „Reisedurchfall“, auch als ” Fluch des Pharao” oder “Montezumas Rache” bekannt, uns außer Gefecht setzen.  An Sightseeing, Safari, Wandern oder Schnorcheln ist dann nicht mehr zu denken.  Die Verdauung kommt schon durch Zeitverschiebungen, unregelmäßiges Essen und ungewohnte Speisen leicht durcheinander. Oft ist der Hygienestandard in den Urlaubsländern anders als in unseren Breiten, die Infektionsquellen sind zahlreich. In Teilen Afrikas, Lateinamerikas, Asiens und Südostasiens ist die Gefahr, an einem Reisedurchfall zu erkranken, besonders hoch. Um den Urlaub unbeschwert genießen zu können, sind einige Regeln zu beachten. Generell kein Leitungswasser trinken und dieses auch nicht zum Zähneputzen benutzen. Getränke nicht mit Eiswürfeln kühlen. Lebensmittel nur gekocht oder gut durchgebraten essen und auf rohes Gemüse und Salat weitestgehend verzichten. Eis, Desserts, Dips und Saucen sind häufig Quellen einer Infektion. Obst vor dem Essen gründlich abwaschen und abschälen.  Sehr wichtig ist das regelmäßige Händewaschen mit warmem Wasser und Seife.  Hat der Durchfall trotz aller Maßnahmen „zugeschlagen“, dann unbedingt viel  trinken, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Medikamente können die Therapie unterstützen. Für gesunde Erwachsene ist ein Reisedurchfall zwar sehr unangenehm, aber in der Regel harmlos. Bleiben Sie weiter reisefreudig.