Kürzel kurz erklärt

MRT –  Magnet-Resonanz-Tomographie

(Dr. Christl Korb).  Das MRT (Kernspintomographie) ist ein modernes bildgebendes Verfahren. Sowohl gesundes Gewebe als auch krankhafte Veränderungen der Organe im menschlichen Körper können mit dieser Untersuchungsmethode erfasst werden. Es wird mit einem starken Magnetfeld gearbeitet. Schichtweise werden von dem zu untersuchenden Organ zahlreiche Schnittbilder aufgenommen. Die inneren Organe, Gelenke, Gehirn, Rückenmark und alle Weichteile werden mit einer sehr hohen Auflösung differenziert dargestellt.

Die Untersuchungsmethode ist im Gegensatz zum CT frei von Röntgenstrahlen.

Computertomographie (CT)

Im Jahr 1979 erhielten der amerikanische Physiker Allan M. Cormack und der britische Ingenieur Godfrey N. Hounsfield für die Entwicklung der Computertomographie den Nobelpreis. Bei diesem bildgebenden Verfahren handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, mit der der menschliche Körper in Querschnittbildern dargestellt wird. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Röntgenaufnahme werden mit dem CT auch Weichteilgewebe detaillierter erfasst.

Es können mit dem CT sehr sicher Knochenbrüche, Blutungen, Blutergüsse, Schwellungen (z. B. von Lymphknoten) und oft auch Entzündungen diagnostiziert werden. Das CT eignet sich besonders für die Darstellung von festem Gewebe.

Die Eberesche

Dieser in Mitteleuropa weit verbreitete Baum mit seinen roten Früchten ist vielen unter dem Namen Vogelbeerbaum bekannt.  Andere deutschsprachige Bezeichnungen sind Drosselbeere, Quitsche oder Krametsbeere.

Ebereschen gehörten zu den heiligen Bäumen der Kelten. Sie waren auch dem germanischen Gott Thor geweiht. Dem Aberglaube nach sollen sie vor Blitzschlag schützen. Es gibt Beobachtungen, dass Ebereschen seltener von Blitzen getroffen werden als andere Bäume.

Für Insekten, Vögel und Säugetiere ist sie eine wertvolle Nahrungsquelle. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind ihre Früchte ungiftig. Allerdings enthalten die Beeren die Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Werden die Beeren gekocht, wird die Säure abgebaut und der herbe Geschmack der Vogelbeere gemildert. Vogelbeeren sind reich an Vitamin C.

Auch den Blättern und Blüten schreibt man eine Heilwirkung zu. Getrocknet werden sie zu Tee verarbeitet und finden bei Husten, Bronchitis,  Magenverstimmung und Durchfall  Verwendung. Eine Wirkung ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Die Früchte können zu Marmelade, Gelee oder Saft verarbeitet werden. Vielleicht probieren Sie es aus.

Die Ambrosia

  (Gert Sommerfeldt).  Sie ist schlank und rank und macht durch ihre Größe bis zu 1,5 m und die vielen weißen Blüten auf sich aufmerksam – aber sie ist auch äußerst giftig. Die bloße Berührung der aufstrebenden Pflanze führt beim Menschen zu einer schmerzhaften Rötung und Schwellung der Haut. Sie und wurde als ein äußerst aggressives und wucherndes Unkraut eingestuft, dessen Pollen zu Allergien und Asthma führen können.

Wenn die Pflanze nach der Blüte ihre Wuchshöhe erreicht hat bildet sie zum Ende des III.Quartals Unmengen an winzigen Pollen aus, die durch den Wind weiter getragen werden. Auf dem Boden liegend können sie dort auch viele Jahre keimfähig schlummern.

Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde die Ambrosia durch internationale Transporte, sowie durch verunreinigtes Saatgut nach Europa verschleppt. 1863 in Deutschland entdeckt, gilt sie als Neophyt, also als pflanzlicher Einwanderer in Gebiete, in denen sie zuvor nicht heimisch war.

Da die Pflanze an vielen Stellen wuchert und für die Gesundheit eine erhebliche Gefahr darstellt, sollten Kleingärtner beim Herausreißen der Stängel Mundschutz und Handschuhe tragen und die Reste im Hausmüll entsorgen.

Die Weiterverbreitung der Ambrosia wird durch staatliche Stellen beobachtet, zumal sie leicht mit dem Gemeinen Beifuß verwechselt werden kann.

           Foto: Sommerfeldt

Kürzel kurz erklärt

EEG – Elektroencephalographie

(Dr. Christl Korb).  Bereits im Jahr 1929 hat der deutsche Neurologe Hans Berger diese Untersuchungsmethode entwickelt. Der Name Elektroencephalographie kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Wörtern für Gehirn und Schreiben zusammen.

Alle Nervenzellen in unserem Gehirn sind über Kontaktstellen, den Synapsen, miteinander verbunden. Im Bereich dieser Kontaktstellen kommt es zu Spannungsschwankungen, die mit Hilfe des Elektroencephalogramms gemessen und graphisch dargestellt werden.

Das im EEG sichtbare Hirnstrombild wird vom Mediziner ausgewertet und je nach der Art des Kurvenverlaufes können Rückschlüsse auf die unterschiedlichsten Erkrankungen wie Entzündungen, Tumore oder Verletzungen im Hirnbereich gezogen werden. Unverzichtbar ist das EEG bei der Diagnostik von Krampfleiden. Auch im Schlaflabor werden die Patienten mit einer kontinuierlichen EEG-Aufzeichnung überwacht. Es ist eine Aussage über den Wachheitsgrad des Patienten bzw. der Schlafstadien möglich.

 

Elektromyographie – EMG

Bei der Elektromyographie werden die elektrischen Aktivitäten der Muskeln gemessen. Das Ergebnis der Messung lässt eine Aussage über Krankheiten der Nerven und der Muskelzellen zu. Man kann feststellen, ob eine Erkrankung nervlich oder muskulär bedingt ist. Liegt zum Beispiel eine Lähmung des Fußes vor, dann kann durch das EMG geklärt werden, ob die Ursache der Lähmung im Nerven- oder Muskelbereich liegt.

Die Königskerze

(Dr. Christl Korb).  Zwischen Juli und September blüht die Königskerze in ganz Europa, Nordasien und Nordamerika. Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 m erreichen. Ihre Verwendung ist vielfältig, genauso wie ihre Namen.

Bestrichen mit Pech und Teer wird sie als Fackel oder Lampendocht benutzt, daher der Name „Lampenbrand“. Im Volksglauben ist sie auch als Wetterkerze, Donner – und Blitzkerze bekannt. Im kirchlichen Glauben nennt man sie „Himmelsbrand“.  Auf vielen Darstellungen der Jungfrau Maria trägt diese als Zepter eine Königskerze in der Hand.

Auch heute noch bildet die Königskerze den Mittelpunkt des Kräuterbusches, der aus einer ganz bestimmten Anzahl und Anordnung von verschiedenen Heilkräutern besteht und am 15. August zu Maria Himmelfahrt in der Kirche geweiht wird. Der Busch soll magische Kräfte haben.

Seit der Antike wird sie als Heilmittel verwendet. Hippokrates hat Kompressen aus dem Presssaft der Blüten zur Wundbehandlung hergestellt. Hildegard von Bingen beschreibt die Pflanze als Mittel für ein „trauriges Herz“. Nach Aristoteles soll ihr Samen, in ein Gewässer gestreut, den Fischfang wesentlich erleichtern.

Die therapeutischen Wirkstoffe der Königskerze werden aus ihren Blüten gewonnen. So sind es Schleimstoffe, die sich bei Einnahme wie ein schützender Film über die Schleimhaut von Mund und Rachen legen. Halsschmerzen werden gelindert, der Reizhusten lässt nach.  Essenzen aus in Öl eingelegten Blüten werden zum Einreiben bei Schmerzen empfohlen.

Wo auch immer Sie diese Pflanze finden, in Ihrem Garten, am Wegrand während eines Spazierganges oder auch bei einer Rast an der Autobahn, erfreuen Sie sich daran.