Sport im Winter

(Dr. Christl Korb).  Auf die sportlichen Aktivitäten bei Eis und Schnee, wie Skifahren, Langlauf und Schneeschuhwanderungen,  freuen sich schon viele. Aber bei diesen Sportarten und dabei besonders beim Skifahren ist die Verletzungsgefahr und die Auskühlung des Körpers besonders hoch. Um dies zu verhindern, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Ganz wichtig ist, dass Sie sich als Wintersportler schon Wochen zuvor gezielt auf das Skivergnügen im Schnee mit einer entsprechenden Gymnastik vorbereiten. Bevor Sie dann den „Hang“ herunterwedeln oder einen Langlauf starten, vergessen Sie nicht, den Körper aufzuwärmen. Mit Kniebeugen und dem Kreisen der Arme erreichen Sie eine langsame Aufwärmung.

Tragen Sie beim Wintersport Funktionskleidung und diese nach dem Zwiebelmusterprinzip. Die Kleidung muss atmungsaktiv sein und die Feuchtigkeit nach außen transportieren. Skistiefel sollten immer vom Fachmann angepasst werden. Nur so verhindern sie kalte Füße und die schmerzenden Druckstellen. Tragen Sie immer eine Mütze, die auch die Stirn bedeckt. Bei sehr eisigen Temperaturen ist eine Gesichtsmaske äußerst hilfreich. Handschuhe und Helm sind Pflicht. Das Gesicht und die Lippen müssen mit Pflegeprodukten, die speziell für den Wintergebrauch ausgewiesenen sind, gepflegt werden. Notwendig ist auch eine Skibrille, die die Augen vor Wind, Schnee, Kälte und UV-Licht schützt. Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, dann wird der Wintersport für Sie ein Vergnügen.

Foto: Korb

Diagnoseverfahren

Osteoporose und Knochendichtemessung

(Dr. Christl Korb).  Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut, unsere Haarfülle nimmt ab und die Haare werden meistens grau. Aber auch an den Knochen geht die Zeit nicht spurlos vorüber. Ab dem 35. Lebensjahr werden sie durch den natürlichen Alterungsprozess langsam wieder abgebaut. Sie werden porös und brechen schneller. Aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente, Schilddrüsen- und Nierenerkrankungen, Alkoholmissbrauch, Mangelernährung und Rauchen begünstigen den schnelleren Knochenabbau. Wird die Knochensubstanz zu schnell abgebaut, dann spricht man von Knochenschwund, der Osteoporose. In Deutschland leiden an Knochenschwund rund sechs bis acht Millionen Menschen, 80% sind Frauen. Es gibt keine genauen Zahlen, da die Krankheit bei vielen Menschen unerkannt bleibt.

Eine wichtige Untersuchung zur Diagnostik der Osteoporose und zur Verlaufskontrolle bei Erkrankung ist die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie). Bei dieser Untersuchungsmethode wird die Knochendichte bzw. der Mineralsalzgehalt des Knochens bestimmt. Verschiedene Verfahren sind möglich.

Die Knochendichtemessung als reine Untersuchung zur Früherkennung der Osteoporose muss vom Patienten selbst bezahlt werden. Sie gehört nicht zu den allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen.

Ist die Messung allerdings die Basis einer ärztlichen Therapieentscheidung, dann kann die Leistung über die Krankenkassen abgerechnet werden. Liegt bei einem Patienten ein erhöhtes Risiko für Osteoporose vor, dann ist die Untersuchung für den Patienten kostenfrei.

Klären Sie vor einer Untersuchung immer die Kostenfrage.

Diagnoseverfahren – Die Szintigraphie

(Dr. Christl Korb).  Bei der Szintigraphie werden bestimmte Organe gezielt mit Hilfe radioaktiver Stoffe dargestellt. Dem Patienten wird eine entsprechende Substanz, abhängig von der medizinischen Fragestellung, in die Vene gespritzt. Je nach Art des Stoffes lagert sie sich in einem bestimmten Organ ab. Hier zerfällt die Substanz, eine radioaktive Strahlung wird  abgegeben. Diese wird gemessen und über einen Computer ein Bild erstellt, das Szintigramm. Auf diese Weise lassen sich Entzündungs-herde, Tumore und abgestorbenes Gewebe lokalisieren. Wichtige Hilfe leistet die Szinti-graphie bei der Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen. Tochtergeschwülste im Knochen werden erkannt, eine Aussage über die Belüftung der Lungen und über Durchblutungsstörungen in den untersuchten Organen ist möglich. Bekannt sind die Knochen- Schilddrüsen- und Herzmuskelszintigra-phie. Die Untersuchung ist trotz der Radioaktivität ungefährlich.

Ärztliche Diagnoseverfahren

(Dr. Christl Korb).  Die Polysomnographie ist ein diagnostisches Verfahren zur kontinuierlichen Messung einer Vielzahl physiologischer Funktionen während des Schlafes und sie dient zur Diagnostik von Schlafstörungen. Dazu gehören Tagesschläfrigkeit, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Schnarchen, auffällige Ereignisse oder Empfindungen in den unterschiedlichen Schlafphasen und das obstruktive Schlafapnoesyndrom. Bei diesem Syndrom kommt es zu Atemstillständen während des Schlafes. Auch schlafbezogene Bewegungsstörungen können untersucht werden. Die Polysomnographie wird stationär in einem Schlaflabor durchgeführt. Es werden EEG, EKG, EMG, der Sauerstoffgehalt des Blutes, die Körpertemperatur, der Atemfluss durch Nase und Mund, Atem – Augen – Beinbewegungen und die Körperlage während der gesamten Untersuchungszeit erfasst. Aus den Aufzeichnungen wird ein Schlafprofil erstellt, aus dem in der Regel eine Diagnose der Schlafstörung gestellt werden kann, die dann eine zielgerichtete Behandlung ermöglicht. Die Untersuchung ist unabhängig vom Alter der Patienten möglich.

Die Sonographie ist auch unter den Begriffen Echokardiographie und Ultraschall bekannt. Mithilfe von Ultraschallwellen lassen sich einfach und schmerzlos die Strukturen verschiedener Organe (Schilddrüse, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren, weibliche Brust, Herz) und Körperregionen untersuchen. Auch zur Darstellung von Lymphknoten, zur Untersuchung von Muskeln und Blutgefäßen ist sie zu einem wertvollen bildgebendem Verfahren geworden. Die Methode eignet sich nicht zur Untersuchung luftgefüllter Organe (Lunge, Magen-Darm-Trakt). Da es sich um ein röntgenstrahlenfreies Verfahren handelt, kann es auch bei einer Schwangeren und ihrem ungeborenen Kind angewandt werden. Die Sonographie ist zum Standardverfahren in der Schwangerschaftsvorsorge geworden. So können frühzeitig Entwicklungsstörungen und Erkrankungen des Ungeborenen diagnostiziert werden.

Kürzel kurz erklärt

MRT –  Magnet-Resonanz-Tomographie

(Dr. Christl Korb).  Das MRT (Kernspintomographie) ist ein modernes bildgebendes Verfahren. Sowohl gesundes Gewebe als auch krankhafte Veränderungen der Organe im menschlichen Körper können mit dieser Untersuchungsmethode erfasst werden. Es wird mit einem starken Magnetfeld gearbeitet. Schichtweise werden von dem zu untersuchenden Organ zahlreiche Schnittbilder aufgenommen. Die inneren Organe, Gelenke, Gehirn, Rückenmark und alle Weichteile werden mit einer sehr hohen Auflösung differenziert dargestellt.

Die Untersuchungsmethode ist im Gegensatz zum CT frei von Röntgenstrahlen.

Computertomographie (CT)

Im Jahr 1979 erhielten der amerikanische Physiker Allan M. Cormack und der britische Ingenieur Godfrey N. Hounsfield für die Entwicklung der Computertomographie den Nobelpreis. Bei diesem bildgebenden Verfahren handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, mit der der menschliche Körper in Querschnittbildern dargestellt wird. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Röntgenaufnahme werden mit dem CT auch Weichteilgewebe detaillierter erfasst.

Es können mit dem CT sehr sicher Knochenbrüche, Blutungen, Blutergüsse, Schwellungen (z. B. von Lymphknoten) und oft auch Entzündungen diagnostiziert werden. Das CT eignet sich besonders für die Darstellung von festem Gewebe.