Lachen ist gesund

(Dr. Christl Korb).  Lachen ist die beste Medizin. Wer oft und ausgiebig lacht, ist glücklicher und auch gesünder. Wissenschaftliche Studien beweisen es. Beim Lachen wird eine Vielzahl von Reaktionen im Körper ausgelöst, die unter anderem Schmerzen und Entzündungen lindern. Sogar das Herz-Kreislaufsystem wird positiv beeinflusst.

So macht der Körper während eines Lachanfalls tiefe Atemzüge, der Sauerstoffgehalt im Blut steigt an, das Herz schlägt vorübergehend schneller. Besonders die Gesichtsmuskeln, aber auch andere Muskeln unseres Körpers werden aktiv, gleichzeitig lösen sich verspannte Muskeln. Der Spiegel für die Stresshormone Kortisol und Adrenalin sinkt, Endorphine werden freigesetzt. Auf diese Weise wird Stress abgebaut und die Schmerztoleranz erhöht. Der Botenstoff Dopamin, das Glückshormon, wird freigesetzt, Wohlgefühle durchströmen unseren Körper. Lachen stimuliert die Abwehrkräfte und der Blutzuckeranstieg nach dem Essen wird gehemmt. Ebenso konnte der Blutdruck bei Schlaganfallpatienten durch eine „Lachtherapie“ gesenkt werden. Zu einem interessanten Ergebnis kamen Forscher der Universität von Maryland in Baltimore. Herzgesunde Personen wurden mit einer Gruppe Herzpatienten verglichen. Unter den Herzpatienten befanden sich deutlich mehr humorlose und verbitterte Menschen als in der anderen Kontrollgruppe.

Deshalb: Lachen Sie intensiv und häufig am Tag. Lachen ist kostenlos und problemlos „einzunehmen“. Während Kinder rund 400 mal pro Tag lachen, lacht ein Erwachsener nur zirka 15 mal und dies ist laut Expertenmeinung viel zu wenig.

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Kleine Blutsauger – großes Risiko

(Dr. Christl Korb).  Sie sind wieder da die Zecken, weltweit verbreitet, in Deutschland regional unterschiedlich. Bei Außentemperaturen ab 7° C werden sie aktiv, „lauern“ im hohen Gras, im Gebüsch und im Unterholz. Haben sie ein Opfer gefunden, verweilen sie auf diesem oft tagelang und werden trotzdem nicht bemerkt. Sie spritzen beim Stechen eine Reihe von Wirkstoffen in die Wunde, wodurch der Schmerz an der Einstichstelle ausgeschaltet wird.

Zecken übertragen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten. Die bekanntesten sind die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. Durch eine Impfung kann man sich zwar gegen die FSME schützen, nicht aber gegen die Borreliose. Um das Risiko eines Zeckenbisses zu vermindern, sollte man folgendes beachten:

Wenn man durch Unterholz und hohes Gras streift, sind Kleidung mit langen Ärmeln, möglichst in die Strümpfe oder in die Schuhe gesteckte Hosenbeine und festes Schuhwerk

sehr zu empfehlen. Ergänzend können Zeckenabwehrmittel auf die Haut aufgetragen werden, deren Schutz allerdings nur ungenügend ist.

Nach dem Ausflug sollte der ganze Körper nach Zecken abgesucht werden. Zeckenlieblingsplätze sind Ohren, Hals, Achsel, Armbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich und Kniekehle, bei Kindern auch der behaarte Kopf. Je länger die Zecke am Menschen saugt, umso größer ist das Risiko der Infektionsübertragung.

Zur Entfernung der Zecken sind Zeckenzangen geeignet. Die Zecke hautnah greifen und langsam und gleichmäßig und mit nur wenig Druck herausziehen. Das Tier darf nicht zerquetscht werden. Die Stichstelle anschließend reinigen, desinfizieren und in den nächsten Wochen beobachten. Tritt eine Rötung auf, unbedingt zum Arzt gehen!

Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen bei Senioren

(Dr. Christl Korb).  Vor verschiedenen Infektionskrankheiten kann man sich durch Impfungen schützen.

Eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus und Diphtherie sollte ab dem 60. Lebensjahr alle 10 Jahre erfolgen. Hinzu kommt eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (günstig in Zusammenhang mit einer Tetanus-und Diphtherieimpfung als Dreifachimpfung). Ab diesem Alter sollte man sich einmalig gegen Pneumokokken und jährlich gegen die Grippe impfen lassen. Hinsichtlich weiterer Impfungen (Masern, Mumps, Kinderlähmung, Hepatitis, Zecken usw.) lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Von den Krankenkassen wird eine Vielzahl von Vorsorgeuntersuchungen empfohlen, die Kosten dafür übernommen. Dazu gehören im Abstand von 2 Jahren der Check-up auf  Diabetes, Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Hautscreening beim Hautarzt. Frauen sollten sich im Abstand von 3 Jahren beim Gynäkologen zum Pap-Test und zum HPV-Test (beides Zellabstriche) vorstellen und bis zum Alter von 70 Jahren werden die Kosten für die Untersuchung der weiblichen Brust durch die Mammographie übernommen. Frauen und Männern wird eine jährliche Stuhluntersuchung auf Blut empfohlen. Darmspiegelungen sind ab dem 55. Lebensjahr möglich, eine Wiederholung nach 10 Jahren. Männer sollten sich 1 x jährlich zur Untersuchung der Genitalien und der Prostata vorstellen und können neuerdings ab 65 Jahren einmalig eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes zur Früherkennung einer Ausbuchtung der Bauchschlagader in Anspruch nehmen. Einzelne Krankenkassen übernehmen die Kosten für weitere Vorsorgeuntersuchungen, fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.

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Vorsicht, Wintersonne

(Dr. Christl Korb).  Besonders im Winter freuen wir uns über jeden sonnigen Tag. Aber auch in dieser Jahreszeit können UV-Strahlen Haut und  Augen schädigen. Diese Strahlen sind schon bei bedecktem Himmel vorhanden. Im Gebirge ist die Strahlung noch intensiver. Pro 1000 Höhenmeter steigt die UV-Intensität um 15 – 20%. Kommen Sonne, reflektierende Schnee – und Eisdecken hinzu, kann die Strahlung um bis zu 95% verstärkt werden.

Pflegen Sie daher ihre Haut immer mit einem entsprechenden Sonnenschutz. Verwenden Sie Hautschutzmittel auf einer Fettbasis, so wird die Haut zusätzlich vor dem Austrocknen geschützt. Die besonders empfindlichen Lippen müssen mit einem Stift mit hohem Lichtschutzfaktor gepflegt werden. Um Augenschäden zu vermeiden, ist das Tragen einer Sonnenbrille ratsam. Die Sonnenbrille sollte mindestens die Kennzeichnung UV 400 (UV Schutz bis 400 nm) haben. Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihre Sonnenbrille für den Wintersonnentag geeignet ist, dann lassen Sie die Brille beim Optiker prüfen. Achten Sie beim Kauf einer Sonnenbrille auf Qualität und nicht nur auf das modische Aussehen.

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Sport im Winter

(Dr. Christl Korb).  Auf die sportlichen Aktivitäten bei Eis und Schnee, wie Skifahren, Langlauf und Schneeschuhwanderungen,  freuen sich schon viele. Aber bei diesen Sportarten und dabei besonders beim Skifahren ist die Verletzungsgefahr und die Auskühlung des Körpers besonders hoch. Um dies zu verhindern, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Ganz wichtig ist, dass Sie sich als Wintersportler schon Wochen zuvor gezielt auf das Skivergnügen im Schnee mit einer entsprechenden Gymnastik vorbereiten. Bevor Sie dann den „Hang“ herunterwedeln oder einen Langlauf starten, vergessen Sie nicht, den Körper aufzuwärmen. Mit Kniebeugen und dem Kreisen der Arme erreichen Sie eine langsame Aufwärmung.

Tragen Sie beim Wintersport Funktionskleidung und diese nach dem Zwiebelmusterprinzip. Die Kleidung muss atmungsaktiv sein und die Feuchtigkeit nach außen transportieren. Skistiefel sollten immer vom Fachmann angepasst werden. Nur so verhindern sie kalte Füße und die schmerzenden Druckstellen. Tragen Sie immer eine Mütze, die auch die Stirn bedeckt. Bei sehr eisigen Temperaturen ist eine Gesichtsmaske äußerst hilfreich. Handschuhe und Helm sind Pflicht. Das Gesicht und die Lippen müssen mit Pflegeprodukten, die speziell für den Wintergebrauch ausgewiesenen sind, gepflegt werden. Notwendig ist auch eine Skibrille, die die Augen vor Wind, Schnee, Kälte und UV-Licht schützt. Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, dann wird der Wintersport für Sie ein Vergnügen.

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