Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen bei Senioren

(Dr. Christl Korb).  Vor verschiedenen Infektionskrankheiten kann man sich durch Impfungen schützen.

Eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus und Diphtherie sollte ab dem 60. Lebensjahr alle 10 Jahre erfolgen. Hinzu kommt eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (günstig in Zusammenhang mit einer Tetanus-und Diphtherieimpfung als Dreifachimpfung). Ab diesem Alter sollte man sich einmalig gegen Pneumokokken und jährlich gegen die Grippe impfen lassen. Hinsichtlich weiterer Impfungen (Masern, Mumps, Kinderlähmung, Hepatitis, Zecken usw.) lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Von den Krankenkassen wird eine Vielzahl von Vorsorgeuntersuchungen empfohlen, die Kosten dafür übernommen. Dazu gehören im Abstand von 2 Jahren der Check-up auf  Diabetes, Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Hautscreening beim Hautarzt. Frauen sollten sich im Abstand von 3 Jahren beim Gynäkologen zum Pap-Test und zum HPV-Test (beides Zellabstriche) vorstellen und bis zum Alter von 70 Jahren werden die Kosten für die Untersuchung der weiblichen Brust durch die Mammographie übernommen. Frauen und Männern wird eine jährliche Stuhluntersuchung auf Blut empfohlen. Darmspiegelungen sind ab dem 55. Lebensjahr möglich, eine Wiederholung nach 10 Jahren. Männer sollten sich 1 x jährlich zur Untersuchung der Genitalien und der Prostata vorstellen und können neuerdings ab 65 Jahren einmalig eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes zur Früherkennung einer Ausbuchtung der Bauchschlagader in Anspruch nehmen. Einzelne Krankenkassen übernehmen die Kosten für weitere Vorsorgeuntersuchungen, fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.

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Vorsicht, Wintersonne

(Dr. Christl Korb).  Besonders im Winter freuen wir uns über jeden sonnigen Tag. Aber auch in dieser Jahreszeit können UV-Strahlen Haut und  Augen schädigen. Diese Strahlen sind schon bei bedecktem Himmel vorhanden. Im Gebirge ist die Strahlung noch intensiver. Pro 1000 Höhenmeter steigt die UV-Intensität um 15 – 20%. Kommen Sonne, reflektierende Schnee – und Eisdecken hinzu, kann die Strahlung um bis zu 95% verstärkt werden.

Pflegen Sie daher ihre Haut immer mit einem entsprechenden Sonnenschutz. Verwenden Sie Hautschutzmittel auf einer Fettbasis, so wird die Haut zusätzlich vor dem Austrocknen geschützt. Die besonders empfindlichen Lippen müssen mit einem Stift mit hohem Lichtschutzfaktor gepflegt werden. Um Augenschäden zu vermeiden, ist das Tragen einer Sonnenbrille ratsam. Die Sonnenbrille sollte mindestens die Kennzeichnung UV 400 (UV Schutz bis 400 nm) haben. Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihre Sonnenbrille für den Wintersonnentag geeignet ist, dann lassen Sie die Brille beim Optiker prüfen. Achten Sie beim Kauf einer Sonnenbrille auf Qualität und nicht nur auf das modische Aussehen.

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Sport im Winter

(Dr. Christl Korb).  Auf die sportlichen Aktivitäten bei Eis und Schnee, wie Skifahren, Langlauf und Schneeschuhwanderungen,  freuen sich schon viele. Aber bei diesen Sportarten und dabei besonders beim Skifahren ist die Verletzungsgefahr und die Auskühlung des Körpers besonders hoch. Um dies zu verhindern, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Ganz wichtig ist, dass Sie sich als Wintersportler schon Wochen zuvor gezielt auf das Skivergnügen im Schnee mit einer entsprechenden Gymnastik vorbereiten. Bevor Sie dann den „Hang“ herunterwedeln oder einen Langlauf starten, vergessen Sie nicht, den Körper aufzuwärmen. Mit Kniebeugen und dem Kreisen der Arme erreichen Sie eine langsame Aufwärmung.

Tragen Sie beim Wintersport Funktionskleidung und diese nach dem Zwiebelmusterprinzip. Die Kleidung muss atmungsaktiv sein und die Feuchtigkeit nach außen transportieren. Skistiefel sollten immer vom Fachmann angepasst werden. Nur so verhindern sie kalte Füße und die schmerzenden Druckstellen. Tragen Sie immer eine Mütze, die auch die Stirn bedeckt. Bei sehr eisigen Temperaturen ist eine Gesichtsmaske äußerst hilfreich. Handschuhe und Helm sind Pflicht. Das Gesicht und die Lippen müssen mit Pflegeprodukten, die speziell für den Wintergebrauch ausgewiesenen sind, gepflegt werden. Notwendig ist auch eine Skibrille, die die Augen vor Wind, Schnee, Kälte und UV-Licht schützt. Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, dann wird der Wintersport für Sie ein Vergnügen.

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Diagnoseverfahren

Osteoporose und Knochendichtemessung

(Dr. Christl Korb).  Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut, unsere Haarfülle nimmt ab und die Haare werden meistens grau. Aber auch an den Knochen geht die Zeit nicht spurlos vorüber. Ab dem 35. Lebensjahr werden sie durch den natürlichen Alterungsprozess langsam wieder abgebaut. Sie werden porös und brechen schneller. Aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente, Schilddrüsen- und Nierenerkrankungen, Alkoholmissbrauch, Mangelernährung und Rauchen begünstigen den schnelleren Knochenabbau. Wird die Knochensubstanz zu schnell abgebaut, dann spricht man von Knochenschwund, der Osteoporose. In Deutschland leiden an Knochenschwund rund sechs bis acht Millionen Menschen, 80% sind Frauen. Es gibt keine genauen Zahlen, da die Krankheit bei vielen Menschen unerkannt bleibt.

Eine wichtige Untersuchung zur Diagnostik der Osteoporose und zur Verlaufskontrolle bei Erkrankung ist die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie). Bei dieser Untersuchungsmethode wird die Knochendichte bzw. der Mineralsalzgehalt des Knochens bestimmt. Verschiedene Verfahren sind möglich.

Die Knochendichtemessung als reine Untersuchung zur Früherkennung der Osteoporose muss vom Patienten selbst bezahlt werden. Sie gehört nicht zu den allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen.

Ist die Messung allerdings die Basis einer ärztlichen Therapieentscheidung, dann kann die Leistung über die Krankenkassen abgerechnet werden. Liegt bei einem Patienten ein erhöhtes Risiko für Osteoporose vor, dann ist die Untersuchung für den Patienten kostenfrei.

Klären Sie vor einer Untersuchung immer die Kostenfrage.

Diagnoseverfahren – Die Szintigraphie

(Dr. Christl Korb).  Bei der Szintigraphie werden bestimmte Organe gezielt mit Hilfe radioaktiver Stoffe dargestellt. Dem Patienten wird eine entsprechende Substanz, abhängig von der medizinischen Fragestellung, in die Vene gespritzt. Je nach Art des Stoffes lagert sie sich in einem bestimmten Organ ab. Hier zerfällt die Substanz, eine radioaktive Strahlung wird  abgegeben. Diese wird gemessen und über einen Computer ein Bild erstellt, das Szintigramm. Auf diese Weise lassen sich Entzündungs-herde, Tumore und abgestorbenes Gewebe lokalisieren. Wichtige Hilfe leistet die Szinti-graphie bei der Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen. Tochtergeschwülste im Knochen werden erkannt, eine Aussage über die Belüftung der Lungen und über Durchblutungsstörungen in den untersuchten Organen ist möglich. Bekannt sind die Knochen- Schilddrüsen- und Herzmuskelszintigra-phie. Die Untersuchung ist trotz der Radioaktivität ungefährlich.