Verkehrssicherheit – Thema im Seniorenbeirat

(Gerda Bednarz).  In der Augustsitzung des Seniorenbeirats ging es um Struktur und Aufgaben der im Jahr 2017 gegründeten Verkehrswacht. Dazu waren der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins, Janos Raduly, die Sozial-Beigeordnete Simone Borris und weitere Gäste anwesend.

Janos Raduly erklärte, dass sich die Verkehrswacht insbesondere um die Sicherheit von Kindern, Migranten und Senioren kümmert und auf vielen Veranstaltungen alle Möglichkeiten für Schulung, Beratung und Ausbildung nutzt. Werden diese Angebote auch angenommen? Senioren sind bis ins hohe Alter motorisierte Verkehrsteilnehmer. Wie aber sieht es mit der aktuellen Fahrtauglichkeit aus? Viele Senioren haben vor 40 bis 50 Jahren ihre Fahrprüfung abgelegt. Was hat sich nicht alles seitdem geändert? Nach Ansicht von Janos Raduly sind viele Senioren beratungsresistent und wollen nicht wahrhaben, dass sie nicht mehr so beweglich, kraftvoll und reaktionsschnell sind wie früher. Und das gilt nicht nur für Autofahrer, auch Radfahrer und Fußgänger machen oft Fehler. Da will die Verkehrswacht gern helfen, bräuchte dazu mehr Senioren in den GWA (Gemeinwesen-Arbeitsgruppen), die mit ihren kritischen Hinweisen ein Sprachrohr für die Senioren-Sicherheit im Straßenverkehr sein könnten. Notwendig sind auch mehr Ehrenamtliche bei der Verkehrswacht, die dafür sorgen, dass das Verkehrsrecht stets auf dem neuesten Stand publiziert wird. Erinnert wurde auch an die quartalsweisen Schulungen der Verkehrssicherheitsaktive zu DDR-Zeiten. Senioren-Sicherheitsberater Eckhard Jahn bemerkte, dass Berlin z. B. ein Radverkehrskonzept hat und fragte, warum so etwas nicht auch in Magdeburg möglich ist. Sicher werden nicht nur der Seniorenbeirat und die Verwaltung diese Anregungen in ihre künftige Arbeit aufnehmen.

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Kochen macht Spaß

(Gerda Bednarz).  Unsere fünf Magdeburger Alten- und Service-Zentren (ASZ) sind sehr kreativ. Da wird nicht nur Kaffee getrunken oder Rommé gespielt, es gibt auch Englischkurse und Smartphone-Sprechstunden, Chorsingen und Literaturkreis, Walkingtreffs, Sporttanz, Vorträge und vieles mehr. Ich wollte unbedingt mal an einem „Gemeinsamen Kochen” teilnehmen, sehen und schmecken, was andere Leute auf ihre Teller zaubern. Im ASZ Sudenburg wurde das schon zum zweiten Mal angeboten, und da wollte ich dabei sein. Krautgulasch mit Kartoffeln, nach einem alten DDR-Rezept sollte es geben. Sie glauben gar nicht, wie schnell das geht, wenn 6-8 Leute gleichzeitig Weißkohl in Streifen schneiden, Zwiebeln und Fleisch würfeln, Kartoffeln schälen und in Stücke teilen.

Inzwischen war ein großer Topf auf dem Herd für die verschiedenen Zutaten bereit und nach und nach duftete es in der Küche ganz lecker. Kartoffeln wurden etwas später extra gekocht. Aber derweil konnte im Saal schon der Tisch gedeckt werden und die fleißigen Kochleute tauschten ihre Erfahrungen über alte Rezepte aus Mutters oder Großmutters Zeiten aus. Frau von Hintzenstern, die stellvertretende Leiterin des ASZ, hat sich eifrig Notizen gemacht und wird sicher in einer der nächsten Kochveranstaltungen Vorschläge daraus probieren. Dann war es endlich soweit – es hat prima geschmeckt. So etwas machen wir mal wieder!

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Zu Gast beim Club 50 e.V.

(Gerda Bednarz).  Der Club 50 ist einer der aktivsten und ältesten Vereine in der Magdeburger Seniorenszene. Er besteht schon seit 1992. Und bei jeder der wöchentlichen Veranstaltungen gibt es nach den organisatorischen Hinweisen, den anfallenden Geburtstagsglückwünschen (selbstverständlich mit Ständchen) und dem obligatorischen Kaffeetrinken immer ein Programm. Letztlich war der singende Tierarzt Dr. Volker Nakel zu Gast. Er erzählte zunächst über seine beiden Studien (Tierheilkunde und Musik), seine Zusammenarbeit mit Chören und Orchestern, seinen Aufenthalt in Angola und sein jetziges Mitwirken im Magdeburger Exaudi-Chor.

Und dann trug er den aufmerksamen Zuhörern eine breite Palette von Arien aus bekannten Operetten und Opern vor, die mit viel Beifall aufgenommen wurden. Von Strauß`s „Freunde, das Leben ist lebenswert”, über Mozarts „Vogelfängerlied” aus der „Zauberflöte”, Lieder aus Millöckers „Bettelstudent” oder Kalmans „Csárdásfürstin” und vielen anderen bis zu Benatzkys „Im weißen Rössl” – es war ein wunderschönes buntes Programm, für das sich Maritta Nitzsche, die Leiterin des Clubs, ganz herzlich im Namen aller Anwesenden bei dem singenden Tierarzt bedankte.

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Grillfest mit Tradition im Ökozentrum

Grillfest mit Tradition im Ökozentrum

(Gerda Bednarz).  Barbecue nennen die meist englisch sprechenden ausländischen Studenten unser herkömmliches Grillfest. Mitte Juni war es wieder soweit. Schon zum 15. Mal hatte die Arbeitsgruppe „Dialog der Generationen” der Freiwilligenagentur ausländische Studenten, Gastfamilien, Paten und am Projekt “Willkommen in Magdeburg” Beteiligte zur Mit-Bring-Party eingeladen. Edeltraud Schochert, Leiterin der AG, dankte allen Engagierten herzlich für die geleistete Arbeit und besonders dem Team des Ökozentrum und Institut Magdeburg (ÖZIM) in der Harsdorfer Straße für die jahrelange Gastfreundschaft. Viele der Gasteltern ausländischer Studenten sind von Anfang an dabei, regelmäßig kommen Neue dazu, um internationale Begegnungen zu pflegen.

Wichtig ist allen der persönliche Kontakt und die Hilfe beim Deutschlernen direkt mit und in den Familien oder in der Interkulturellen Studentenorganisation (IKUS)). Dabei kommen oft kleine Sorgen und Probleme zur Sprache, die dann gemeinsam leichter gelöst werden. Im IKUS hatte man in diesem Jahr noch einen besonderen Erfolg, denn 14 Studenten aus Indien und Pakistan haben Schwimmen gelernt und sieben von ihnen die „Seepferdchen”-Prüfung bestanden. Die übrigen wollen das im September nachholen, dank der Unterstützung des Schwimmmeisters der Schwimmhalle Nord. Viele unserer Gastfamilien haben, auch wenn die Studenten längst wieder in ihrer Heimat sind, noch Kontakt mit ihnen. Sie verfolgen, wo sie nach Studienabschluss tätig sind, erfahren, dass sie geheiratet und Kinder bekommen haben oder sich gerade ein Haus bauen. So wirken die ehemaligen Studenten auch dank ihrer Gasteltern als exzellente Botschafter Magdeburgs in China, Nigeria, Spanien, Indien und vielen anderen Ländern.

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Erfolgreiches “GeWinn – Projekt”

(Gerda Bednarz).  Nach umfangreicher Vorbereitung wurde im Februar 2017 das Gruppenprogramm im Forschungsprojekt “GeWinn – Gesund älter werden mit Wirkung” der Hochschule Magdeburg-Stendal(HS) unter Leitung von Frau Prof. Dr. Kerstin Baumgarten und verschiedenen Alten- und Service-Zentren(ASZ) gestartet. Inzwischen ist ein Jahr vergangen,  Studenten und Senioren haben viel miteinander kommuniziert, gearbeitet, Ansichten ausgetauscht, Neues kennengelernt und auch ein bisschen gefeiert. Nun wird es am 18. April 2018 einen gemeinsamen Abschlussworkshop an der Hochschule geben. Dabei sollen Eindrücke und Erfahrungen vermittelt und über eine eventuelle Fortführung des Programms diskutiert werden. Eine Einladung dazu hatten zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der HS auch beim Arbeitskreis  “Senioren im Ehrenamt” überbracht und damit viel Interesse geweckt.

Die bisherigen Teilnehmer sollen bis zum Workshop einen 22seitigen Fragebogen zu Lebensqualität, Gesundheitskompetenz, Mediennutzung und zum Gruppenprogramm ausfüllen, der dann ausgewertet und für die weitere Arbeit genutzt werden kann. Wir sind sicher, dass das Motto des Programms “Das tut mir gut! Gemeinsam aktiv und gesund älter werden” als positiv bewertet wird. Für die Gruppe “Bürgerhaus Kannenstieg” war es auf jeden Fall ein Gewinn.

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