Blumenstrauß des Monats März 2019

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza).  Helga Eitner gehört schon seit 15 Jahren zum Dialog der Generationen, einer der aktivsten ehrenamtlichen Arbeitsgruppen unserer Heimatstadt, in der überwiegend Seniorinnen tätig sind. Als im Jahr 2004 Vorleserinnen in der Bibliothek Reform gesucht wurden, entschloss sie sich, diese ehrenamtliche Tätigkeit einmal auszuprobieren, es machte ihr viel Spaß und sie blieb bis heute dabei.

Es folgten Einsätze im Hort der damaligen Grundschule Bertolt Brecht und wöchentliche Stunden als Vor- und Förderleserin in der Grundschule Leipziger Straße. Mit viel Freude gibt sie leseschwachen Kindern Hilfe und Unterstützung, führt sie ans Lesen heran mit dem Ziel, ihnen Freude am Lesen zu vermitteln. Darüber hinaus ist Helga Eitner zuverlässig bei allen Aktivitäten der Arbeitsgruppe dabei und das sind bekanntermaßen nicht wenige. Ob beim Osterbrunch im Schauspielhaus, den Frühlingsfesten der Förderschule „Hugo Kükelhaus“, beim Ferienauftakt im Volksbad Buckau, den Weihnachtsbasaren und Erntedankfesten im Haus „Mutter Teresa“, bei den Museumstagen in Magdeburg, den Angeboten für Großeltern mit Enkeln in den Ferien im Kloster Unser Lieben Frauen, vielen Veranstaltungen im Familienhaus und in der Festung Mark. Dank gebührt ihr ebenfalls für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Lesefeste des Dialogs der Generationen in den Jahren 2007 und 2008. Bei all ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten steht jedoch das Vorlesen im Vordergrund und so bringt sie sich regelmäßig bei Veranstaltungen im Familienhaus, beim Christkindlmarkt, dem historischen Weihnachtsmarkt, im Allee-Center oder bei IKEA ein.

Gern haben wir Helga Eitner auf Anregung der Arbeitsgruppe den strahlend frühlingshaften Blumenstrauß, wiederum gesponsert von Blumen-Bienert, mit einem großen Dankeschön für die vielen Aktivitäten überreicht. Wir wünschen ihr weiterhin Gesundheit und viel Freude bei der ehrenamtlichen Arbeit im Dialog der Generationen.

Foto: Brosza

Erinnerungen mit Gisela Steineckert

(Gerda Bednarz).  Der Valentinstag hätte schöner nicht abschließen können. Die immer noch sehr beliebte Lyrikerin, Songschreiberin und Schriftstellerin Gisela Steineckert war bei uns in der Stadtbibliothek mit ihrem Programm “Meine Lieder sind Briefe an Dich” zu Gast. Rund 3.000 Liedtexte für Jürgen Walter und Dirk Michaelis, für Frank Schöbel, “Maschine” Dieter Birr und für viele andere Künstler hat sie geschrieben, darunter solch bekannten wie: „Als ich fortging“ oder „Weihnachten in Familie“, dazu ein halbes Hundert Bücher verfasst.

An diesem 14. Februar erzählte sie ein bisschen aus ihrem Leben, spielte uns einige ihrer schönsten Lieder vor und rezitierte sehr berührende Gedichte aus ihrem umfangreichen Werk. Begleitend dazu gab es eine Ausstellung von Mitgliedern der “Kritzelstube”, einem Kalligraphietreffpunkt schreibinteressierter Menschen in der Schönebecker Straße, die Texte von Gisela Steineckert als “Liederbriefe” ganz unterschiedlich kalligrafisch gestaltet und mit einem Grußtext von ihr im 3. Kalender der “Kritzelstube” zusammengestellt haben.

” MEINE  LIEDER SIND BRIEFE AN DICH – GESCHRIEBEN ODER GEDACHT – SO HAB ICH AUS LEBEN IMMER FÜR DICH LIEDERBRIEFE GEMACHT.”

Es war ein wunderbarer Abend und der anschauliche Beweis, dass man auch noch mit „87“ voller Schaffenskraft sein kann.

Foto: Bednarz

Berechtigtes Anliegen

(red).  Eine bemerkenswerte Zuschrift erhielten wir von unserer Leserin Brigitte Otte. Sie ist Mitglied im Seniorenbeirat und eine der vier Sprecher der GWA Ostelbien. Beide Gremien kämpfen seit Jahren um Barrierefreiheit sowie Sitzgelegenheiten und Wartehäuser an den Haltestellen, besonders in Ostelbien. Da sie weder bei der MVB noch bei der Stadt Gehör fanden, kaufte die GWA selbst eine Bank und stellte sie an der Haltestelle Simonstraße auf. Das ist natürlich keine Lösung und auch nicht das einzige Problem.

„Das Radfahren auf der Genthiner Straße ist lebensgefährlich, besonders für ältere Menschen. Schlechtes Pflaster, fehlende Absenkungen, Straßenbahnen, Baufahrzeuge Richtung Prester und Schönebeck sowie viele Autos machen es Radfahrern und Fußgängern sehr schwer, die Straße zu nutzen oder zu queren.“ So die Aussage von Brigitte Otte, die auch darauf hinweist, dass viele Ältere aus den genannten Gründen nicht mit der Straßenbahn ins Stadtzentrum fahren können. Da müsste doch was zu machen sein! Da MVB und Verwaltung hier nicht Abhilfe schaffen können oder wollen, ist die Kommunalpolitik gefragt. Am 26. Mai finden Kommunalwahlen statt. Im Vorfeld dieser Wahl hat der Seniorenbeirat 10 Seniorenpolitische Forderungen erarbeitet und an die Fraktionen im Stadtrat weitergeleitet. Dazu gehört auch die Forderung zum Abbau von Barrieren und nach weiteren Maßnahmen zur Steigerung der Mobilität der älteren Bürger/innen. Als nächster Schritt sollte sich nun anschließen, dass öffentliche Wählerforen organisiert werden, in denen die zur Wahl antretenden Parteien ihre konkreten Programme zu diesen berechtigten Forderungen des Seniorenbeirats darlegen.

 Foto: privat

 

Ein Wahrzeichen von Salbke, der Wasserturm

(Doris Franke).  Seit August 2013 gibt es im Süden von Magdeburg ein neues interessantes Ausflugsziel, den Salbker Wasserturm, den Turmpark und das Pumpenhaus. Der Wasserturm wurde 1893-1894 im Auftrag der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin zur Wasserversorgung der Eisenbahnhauptwerk-statt gebaut. Er wurde mit mehrfarbigen Ziegelsteinen gemauert, mit Sandsteinelementen geschmückt und hat bis zur Oberkante des Hauptgesims eine Höhe von 35,62 Meter. Mittig aus dem genieteten Eisendach ragt ein zentraler Schornstein heraus.

Nachdem er seine Bedeutung für die Wasserversorgung der Eisenbahn verloren hatte, wurde er nicht mehr gebraucht. Lediglich das Becken wurde bis zur Eröffnung des Freibades am Salbker See als Schwimmbad genutzt. Im Laufe der Jahre verfiel der Turm immer mehr. Anfang Dezember 2010 wurde das Gelände an die Stadt Magdeburg zu einem symbolischen Betrag übergeben und die Sanierung eingeleitet. Die Eröffnung des Pumpenhauses als Künstlerwerkstatt erfolgte am 8. Dezember 2012. Der Turm bekam ein neues Dach, aufklappbare Fenster und war nun als Aussichtsturm wieder nutzbar.

Seine Eröffnung erfolgte am 29. August 2013. Nachdem der Besucher 165 Stufen auf der eisernen Wendeltreppe überwunden hat, wird er mit einem einmalig schönen Ausblick auf die Stadt Magdeburg und ihre Umgebung belohnt. Ein Verein zur Erhaltung des Wasserturms und des Geländes hat sich gegründet. Heute sind das Pumpenhaus und das restaurierte Gelände ein begehrter Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen, Tagungen und auch für private Feiern. Informationen erhalten Sie unter www.turmpark.de

 Fotos: Franke

Ordnung muss sein

(Dieter Müller).  Dass ein Baum einfach nur so dasteht, das gibt es bei uns in Deutschland natürlich nicht. Hier herrscht Ordnung. Da sind Ihnen doch sicher schon die kleinen Plättchen aufgefallen, die die Bäume im Magdeburger Stadtgebiet zieren. Wie vom „Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg“ zu erfahren war, gehören die weiß beschilderten Bäume zu den Grün- und Parkanlagen der Stadt und werden vom Liegenschaftsamt verwaltet. Die grünen gehören zum „Straßenbegleitgrün“ und unterstehen dem Tiefbauamt. Schwarze gibt es auf Friedhöfen und Spielplätzen. Rotgeschmückte Bäume stehen auf sonstigen kommunalen Flächen, und blaue Plättchen tragen Bäume bei kommunalen Kindereinrichtungen, Schulen und Sportstätten.

Für alle zusammen gibt es einen Baumkataster. Sollte es also bei einem Baum Probleme geben, z. B., dass ein Ast zu fallen droht, dann nennt man dem Amt Farbe und Nummer, und schon ist der Baum eindeutig gemeldet. Darum können wir miteinander in dem guten Gefühl leben, dass sowohl die Bäume Magdeburgs wie auch wir Einwohner eine wohlregistrierte Gemeinschaft bilden. Bäume ohne Plättchen sollten aber nicht traurig sein; sie unterstehen einfach nicht der Kommune. Froh und dankbar können wir sein, dass Magdeburg eine so kräftige grüne Lunge hat. Und die soll uns auch erhalten bleiben.

Foto: Müller