Advent für alle

(Dieter Müller).  Die Übersetzung lautet: Ankunft. Gemeint ist jene Zeit des Wartens auf Weihnachten, das Geburtstagsfest des Jesus von Nazareth. In ihm ist – nach christlichem Glauben – Gott selbst den Menschen nahegekommen, um ihnen Wegweisung und Hoffnung zu bringen. Konkret heißt das: Respekt gegenüber jedem Mitmenschen, Einsatz für Kranke, Trost für Sterbende und Hilfe für Notleidende, wie es dieser Jesus selbst vorgelebt hat. Viele Menschen haben sich in der Vergangenheit ebenfalls für diese Ziele eingesetzt und tun es auch heute. Dem entgegen läuft in der Geschichte allerdings ein Strang von Habgier, Hass, Aggression und Gewalt. Ehrlich sei gesagt: Die Grenze zwischen beidem geht mitten durch die Gesellschaft und auch durch jeden von uns.

Mit dem Christlichen haben es hier im Osten Deutschlands die meisten Menschen nicht mehr so. Geblieben ist aber doch die Sehnsucht eigentlich aller nach einem guten Weg in die Zukunft für das persönliche Leben, für unsere Gesellschaft, ja für die ganze Menschheit. Deshalb treffen sich hier die Anliegen aller Menschen „mit Herz“. Ob nun mit oder ohne christlichen Hintergrund haben viele den adventlichen Wunsch, dass ein menschen-freundliches, friedliches und solidarisches Miteinander die Oberhand gewinnt und behält. Das soll der grüne Kranz ausdrücken mit dem zunehmenden Licht der vier Kerzen.

Foto: Müller