Blumenstrauß des Monats Dezember 2018

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza).  So eine fröhliche Truppe haben wir bei unserer Dankeschön-Blumenstrauß-Übergabe noch nicht erlebt. Zwölf sportliche Frauen feierten im Schwimmbad des H+ Hotels im Hansapark mit Jubelrufen und anhaltendem Klatschen ihre Trainerin Kathrin Kühne. Sie ist der Motor und die Seele dieser „Aquamädels-Truppe“, die sich seit 2002 regelmäßig jeden Dienstag unter ihrer Leitung zur Wassergymnastik trifft. Kathrin Kühne ist seit 20 Jahren als Aqua-Trainerin tätig. Von Montag bis Freitag trainiert sie ca. 240 Frauen und einige Männer. Die älteste Teilnehmerin ist bereits 84 Jahre alt. Mit ihrer sichtbaren Lebensfreude, viel Engagement und der ihr eigenen positiven Ausstrahlung vermittelt Kathrin Kühne nicht nur während der Trainingsstunden ein heute so wichtiges tolles Gemeinschaftsgefühl innerhalb ihrer Gruppen.

So organisiert sie ehrenamtlich für jede Gruppe einmal im Jahr ein Sportwochenende in Perleberg. Die Vorbereitung und liebevolle Ausgestaltung von Sommerfesten, Herbstfesten und Weihnachtsfeiern nimmt sie in ihre eigenen Hände. Im Ergebnis sind durch ihre Initiativen viele langjährige private Kontakte und Freundschaften entstanden.  Stellvertretend für alle Gruppen bat uns Frau Hansi Boese aus der „Dienstag-Gruppe“ ihre Kathrin mit dem Blumenstrauß des Monats, wunderbar gebunden von Blumen Bienert, zu überraschen und ihr ein großes Dankeschön für dieses jahrelange Engagement auszusprechen. Dem kamen wir gern nach und es hat auch uns Spaß gemacht.

 Foto: Brosza

Advent für alle

(Dieter Müller).  Die Übersetzung lautet: Ankunft. Gemeint ist jene Zeit des Wartens auf Weihnachten, das Geburtstagsfest des Jesus von Nazareth. In ihm ist – nach christlichem Glauben – Gott selbst den Menschen nahegekommen, um ihnen Wegweisung und Hoffnung zu bringen. Konkret heißt das: Respekt gegenüber jedem Mitmenschen, Einsatz für Kranke, Trost für Sterbende und Hilfe für Notleidende, wie es dieser Jesus selbst vorgelebt hat. Viele Menschen haben sich in der Vergangenheit ebenfalls für diese Ziele eingesetzt und tun es auch heute. Dem entgegen läuft in der Geschichte allerdings ein Strang von Habgier, Hass, Aggression und Gewalt. Ehrlich sei gesagt: Die Grenze zwischen beidem geht mitten durch die Gesellschaft und auch durch jeden von uns.

Mit dem Christlichen haben es hier im Osten Deutschlands die meisten Menschen nicht mehr so. Geblieben ist aber doch die Sehnsucht eigentlich aller nach einem guten Weg in die Zukunft für das persönliche Leben, für unsere Gesellschaft, ja für die ganze Menschheit. Deshalb treffen sich hier die Anliegen aller Menschen „mit Herz“. Ob nun mit oder ohne christlichen Hintergrund haben viele den adventlichen Wunsch, dass ein menschen-freundliches, friedliches und solidarisches Miteinander die Oberhand gewinnt und behält. Das soll der grüne Kranz ausdrücken mit dem zunehmenden Licht der vier Kerzen.

Foto: Müller

Das Wahrzeichen von Erxleben

(Doris Franke).  Der Ort Erxleben ist eng mit der Geschichte der gleichnamigen zwei Schlösser verbunden. Die Burganlage Erxleben ist seit 1112 nachweisbar und war ursprünglich eine Rundburg mit einer kastellartigen romanischen Kernburg. Besitzer der Wehranlage war seit 1273 die Adelsfamilie von Alvensleben, die sich 1554 in eine weiße und eine schwarze Linie teilte. Die Kernburg wurde von der schwarzen Linie, Erxleben II im 16. Jahrhundert schlossartig ausgebaut. Die Ostseite bekam dabei als Schauseite Erker und ein üppiges, heute leider ramponiertes Barockportal. Auf der Hofseite befinden sich zwei Treppentürme und ein Treppenhaus aus Fachwerk.

Die weiße Linie Erxleben I errichtete 1782 – 84 durch den Halberstädter Landbaumeister J.C.Huth einen barocken zweigeschossigen Schlossbau in der nordöstlichen Ecke der Gesamtanlage. Als Orientierungspunkt über dem vielfach umbauten, größtenteils mittelalterlichen Komplex ragt mit seiner barocken Haube das Wahrzeichen von Erxleben, der 50 m hohe Bergfried.

Der über 800 Jahre alte Hausmannsturm entstand in romanischer Bauweise, seine 3,20m starken Mauern und der zwölf Meter über dem Erdboden befindliche Eingang begründen seine Bedeutung für die Verteidigung der Burg. Später wurde er erhöht, bekam eine Wächterstube und 1890 eine Turmuhr. Zu Füßen des Turmes befindet sich die 1564 von der weißen und der schwarzen Linie der Familie von Alvensleben gemeinsam errichtete Schlosskirche St. Godehard.  Sie war der erste protestantische Kirchenneubau in der Börde. Über 300 Jahre wurde sie als Familienkapelle auf dem Stammsitz derer von Alvensleben genutzt, stand aber auch der Gemeinde zur Verfügung. Die von außen im schlichten Renaissancestil gehaltene Schlosskirche ist ein Kleinod dieser Region. Die Innenausstattung beeindruckt mit Kunstwerken aus vier Jahrhunderten und ist mit den reich geschmückten Altären, Grabmälern und Epitaphien eine Erinnerungsstätte von seltener künstlerischer Bedeutung. Besonders erwähnenswert ist das Epitaph für Joachim I. von Alvensleben, das Kunstwerk aus Alabaster zeigt ihn und seine drei Frauen vor einem geschnitzten Bildwerk. Leider haben die vergangenen Jahrzehnte ihre Spuren am Gebäude, an den Kunstwerken und an der Orgel hinterlassen. Ziel eines Förderkreises ist die Wiederherstellung des Gesamtkunstwerkes Schlosskirche von Erxleben. Neben ihrer Bestimmung als Kirche steht sie als kulturelles Zentrum der Börde für Konzerte und Lesungen zur Verfügung.

Fotos: Franke

Der Adventskalender

(Dr. Christl Korb).  Wann ist denn nun endlich Weihnachten, wie lange dauert es denn noch, fragen die Kinder. Da hilft ein Adventskalender, der die Zeit vom 1. bis 24. Dezember für die Kinder und inzwischen auch für viele Erwachsene „spannend“ macht. Dieser christliche Brauch reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Im Dezember wurden 24 Bildchen nach und nach an die Wand gehängt. Oder die Eltern malten 24 Kreidestriche an die Tür, jeden Tag wurde einer weggewischt. In anderen Gegenden legte man ab dem 1. Dezember jeden Tag einen Strohhalm in die Krippe. 1902 veröffentlichte eine Hamburger Buchhandlung erstmals einen gedruckten Kalender in Form einer Weihnachtsuhr. Einen Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden, kombiniert mit einem Bogen zum Aufkleben, brachte 1903 der Münchner Gerhard Lang auf den Markt. 1920 erschienen die ersten Kalender mit Türchen zum Öffnen, dahinter waren Bilder zu sehen. Seit den 1950er Jahren ist der Adventskalender flächendeckend verbreitet, er ist zur „Massenware“ geworden. 1958 erschien der erste mit Schokolade gefüllte Kalender. Die Vielfalt nahm dann von Jahr zu Jahr zu. Man begann, die Kalender selbst zu basteln, individuell mit viel Leidenschaft und Ideenreichtum zu gestalten und zu befüllen.

Aber es gibt nicht nur die „normalen“ Kalender. So kann man in Leipzig den weltgrößten  Kalender in der Böttchergasse bestaunen, er hat eine Größe von 857 m2. Schon eine Kalendertür ist 3x 2 m groß. In vielen Städten werden zur Adventszeit die Fassaden der Rathäuser zu Kalendern umfunktioniert. Heute ist der Adventskalender bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt.

Foto: Korb

Zertifikat und Qualitätssiegel für seniorenfreundliche Einrichtung

(Red./ Gudrun Kaminski). Der Seniorenbeirat der Stadt Magdeburg und der Förderverein des Seniorenbeirates haben im November der impars Liegenschaften GmbH & Co KG und dem Vorstand der Pfeifferschen Stiftung als Pflegedienstleister für das Objekt am Heumarkt nach bestandener Zertifizierung den Titel „Seniorenfreundliche Einrichtung“ und das Qualitätssiegel der Landesseniorenvertretung verliehen.

Das ausgezeichnete Objekt verfügt über eine barrierefreie Altenwohnanlage mit altengerechten Wohnungen, 2 Wohngemeinschaften für Senioren, Tagespflege, ambulanter  Dienst, Arztpraxis, Café und Kindertageseinrichtung in verkehrsgünstiger Lage. In diesem Jahr wurden schon 5 Betriebe und Einrichtungen ausgezeichnet und weitere Anträge liegen vor. Beim Seniorenbeirat können sich Betriebe und Einrichtungen der Stadt bewerben, die im Hinblick auf seniorengerechte Ausstattung, Warenangebot, Fachberatung und Service und weitere Hilfen für ältere Menschen im Angebot haben.

Foto:Kaminski