Blumenstrauß des Monats November 2018

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza).  Unseren monatlichen Blumenstrauß erhält heute Martina Rückert. Auf Vorschlag der Chefin des Dialogs der Generationen Edeltraud Schochert konnten wir während einer Arbeitsgruppenberatung im Literaturhaus in Buckau das Dankeschön an sie im würdigen Rahmen übergeben.

An Martina Rückert, aktives Mitglied dieser bekannten Magdeburger Seniorenarbeitsgruppe der Freiwilligenagentur, hat uns beeindruckt, mit welchem Elan und hohem Zeitaufwand sie ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgeht. Ob als zuverlässige Lesepatin in der Grundschule Stadtfeld, als  Vor- und Förderleserin in der Regenbogenschule, stets vermittelt sie den Kindern viel Freude am Lesen und kümmert sich insbesondere um leseschwache SchülerInnen. Im Demenzzentrum „Vitanas“ sorgt sie gemeinsam mit anderen Vorleserinnen dafür, dass die Heimbewohner abwechslungsreiche Freizeitstunden erleben können. Auch  im SOS-Kinderdorf  las sie zeitweise vor und arbeitet darüber hinaus aktiv im Leseclub der Freiwilligenagentur und der Volkshochschule mit.

Als ihr liebstes Kind bezeichnet sie die von ihr organisierten und geleiteten Nähkurse für Jugendliche in den Pfeifferschen Stiftungen, die sich dort großer Beliebtheit erfreuten. Der gerade angelaufene zweite Kurs konnte gar nicht alle Interessierten aufnehmen.

So bereitet Martina Rückert seit 2012 vielen Menschen große Freude. „Auch mir bereiten diese Tätigkeiten Zufriedenheit und viel Freude, denn es kommt immer etwas zurück“, so ihre Aussage. Sie wollte nach Eintritt in den Ruhestand nicht einfach nur zuhause bleiben, sie wollte für sich und andere etwas tun. Dafür überreichten wir ihr mit einem großen Dankeschön gern den von Blumen-Bienert Reform gesponserten wunderbaren Blumenstrauß.

Martina Rückert feiert  in diesem Monat einen runden Geburtstag. Dazu auch von der Redaktion herzliche Glückwunsche, für die Zukunft weiterhin so viel Freude, Spaß und Energie im Ehrenamt und die notwendige Gesundheit dazu.

Foto: Brosza

Paul Niemeyer

(Dieter Müller).  Im Rotehornpark ist ein Weg nach ihm benannt und einen Gedenkstein mit knapper Auskunft finden wir an der Südspitze der Insel.

Wer war dieser Mann? Paul Niemeyer (1827-1901) hat zunächst Gärtner gelernt und ließ sich dann in Potsdam von dem großen Peter Joseph Lenné zum Landschaftsgärtner weiterbilden. Der vermittelte ihn zu Fürst Pückler in Muskau. Als Niemeyer bei Studienreisen im Ausland den damaligen Magdeburger Oberbürgermeister Friedrich Böttcher kennenlernte, bat der ihn, Aufgaben in Magdeburg zu übernehmen. So wurde Niemeyer zunächst 1863 Inspektor für den Klosterbergegarten, den Vogelgesangpark und den Herrenkrugpark, war dann ab 1878 städtischer Gartendirektor. Er wandelte das Glacis zum Promenadenpark um, gestaltete den Südfriedhof und schließlich die 25 Hektar große Rotehorninsel. Bis zum Eintritt in den Ruhestand wirkte Paul Niemeyer hier in Magdeburg. Wir erfreuen uns auch jetzt noch an den Arbeiten dieses bedeutenden Landschaftsgärtners.

Foto: Müller

Gesundheitsvorsorge

(Gerda Bednarz).  Schon zum 19. Mal hatte das Tumorzentrum Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V. zu einem Familien-Infotag „Aktiv gegen Krebs” in die Johanniskirche eingeladen.

Die Sozialministerin Petra Grimm-Benne als Schirmherrin und Prof. Dr. med. Thomas Fischer vom Tumorzentrum begrüßten die Gäste und wiesen auf Krebs als die zweithäufigste Todesursache in Deutschland hin. Die wichtigsten Anliegen sind Vorsorge und Früherkennung, um effektiv helfen zu können. Damit kann man nicht früh genug beginnen. Die Besucher konnten sich an vielen Ständen bei Fachärzten und anderen beratenden Experten über Hilfsmöglichkeiten für betroffene Menschen informieren oder ließen gleich mal ein aktuelles Blutbild machen. Krebs ist immer noch ein Schicksalsschlag für Betroffene und deren Angehörige, wenn auch in vielen Fällen Heilung möglich ist. Schon ab 20 Jahren gibt es viele staatlich geförderte kostenlose Vorsorgeprogramme, die noch nicht in ausreichendem Maße wahrgenommen werden. Jeder einzelne kann aber auch mit einem gesunden Lebensstil dazu beitragen, dass ein Krebsrisiko gemindert wird. Dazu gehören: Vermeidung von Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkohol sowie ballaststoffreiche Ernährung. Der Infotag hat gezeigt, so viele wollen helfen – wir sollten die Angebote auch annehmen!

Foto: Bednarz

Thema im Seniorenbeirat: Vorsorgevollmacht

(Gerda Bednarz).  Jeder Erwachsene hat das Recht, sein Leben eigenverantwortlich zu bestimmen. Aber was tun im Fall, wenn ich den eigenen Willen nicht mehr äußern kann? Dann ist es gut, wenn man dafür gesorgt hat, dass vertraute Menschen, Angehörige oder enge Freunde wissen, wie sie in meinem Interesse handeln sollen.

Der Seniorenbeirat hat sich in seiner Oktobersitzung dieses Problems angenommen. Petra Maleike und Martin Peltner von der Betreuungsbehörde der Landeshauptstadt wiesen mit allem Nachdruck auf die Notwendigkeit hin, dass jeder Bürger  eine Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung anfertigen und möglichst beglaubigen lassen sollte. Der Seniorenbeirat gibt in seinen öffentlichen Sprechstunden (donnerstags von 10-12 Uhr im Rathaus) gern dazu Auskunft. Die Betreuungsbehörde berät anhand der zuständigen Postleitzahlen und beglaubigt auch die Vorsorgevollmacht. Erkundigen Sie sich im Sozial- und Wohnungsamt Tel. 5406647 bei Herrn Peltner.

 

Der “Wollapfel”

Wie wäre es mit Quittengelee?

(Dr. Christl Korb).  Während unsere Großmütter und Urgroßmütter die Quitte noch in der Küche verarbeitet haben, ist sie in der heutigen Zeit nahezu in Vergessenheit geraten. Die Frucht, die mal einer Birne, mal einem Apfel ähnelt, stammt ursprünglich aus Westasien. Im Kaukasus soll sie schon vor rund 4.000 Jahren angebaut worden sein. Im antiken Griechenland wurde sie erstmals um 600 v. Chr. beschrieben. Die Quitten wurden mit Honig eingekocht. Das sogenannte “Melimelon” diente den Kranken als Kraftspender und den Reisenden als Proviant. Bei den Römern wird die Quitte erst um das Jahr 200 v.Chr. erwähnt. Sie nannten die Frucht aufgrund ihrer flaumigen Schale “Wollapfel” und brachten sie bis nach Mitteleuropa. Hier werden sie seit dem 9. Jahrhundert angebaut, die Früchte sind allerdings für den Rohverzehr nicht geeignet, da sie hart und bitter sind.

Die Quitte ist in erster Linie ein Nahrungsmittel. Sie enthält viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, aber auch Gerbstoffe, Gerbsäure, Pektin und Schleimstoffe. Man kann aus ihr Marmelade, Gelee, Kompott, Mus und Saft herstellen, aber auch Likör, Wein und Schnaps. Eine Besonderheit ist das Quittenbrot. In Spanien und Portugal ist es eine traditionelle Süßigkeit in der Weihnachtszeit.  Als Heilmittel hat schon Hippokrates die Quitte verordnet. Sie soll die Verdauung fördern, bei Erkältungen helfen und Hautentzündungen lindern. Sollten Sie an einem Baum eine apfel-oder birnenähnliche „quittegelbe“ Frucht mit einem intensiven angenehmen Geruch finden, dann ist es wahrscheinlich eine Quitte.

Foto: Korb