„…von Gärten umarmt“ – 170 Tage Gartenfest in Burg

(Doris Franke).  Im Jahre 948 erfolgte die erstmalige Erwähnung Burgs durch Kaiser Otto I. in der Stiftungsurkunde des Bístums Brandenburg. Zwischen den historischen Mauern der Stadt der Türme findet vom 21. April bis zum 7. Oktober die Landesgartenschau statt, dabei wird nicht nur ein Gelände, sondern eine ganze Stadt repräsentiert. Die Gäste können Gärten und Parks besuchen, aber auch die mittelalterlich geprägte Altstadt mit ihren verwinkelten Straßenzügen und engen Gassen. Auf der 17 Hektar großen Fläche wird eine vielfältige Gartenbaukultur auf vier Ausstellungsflächen gezeigt. Jedes der einzelnen Areale zeigt ein besonderes Gesicht mit Wechselflorflächen, Stadt- und Partnerschaftsgärten, 20 Themengärten  und wechselnden Blumenschauen. Der Goethepark mit historischen Grünflächen und der Hauptbühne bildet den Eingang und ist gleichzeitig die Achse zwischen  Bahnhof und Stadtzentrum. Ehrenfriedhöfe und 24 Mustergräber sind ein Ort des stillen Gedenkens, eine großzügige Spiellandschaft und die Skateranlage sorgen für Spaß und Action. Mit der LAGA-Bahn erreicht der Besucher bequem den Weinberg.

Geprägt wird der „Stadtbalkon“ durch die historische Stadtmauer, den Wasserturm und  Partnerstädte aus Sachsen Anhalt. Hier spielen die Themen Wein und Genuss, fruchttragende Gehölze, Kräuter und essbare Blüten eine große Rolle. Am alten Handelsweg inmitten der Altstadt laden die Ihlegärten mit ihren stilvoll angelegten Parzellen zum Staunen und Verweilen ein. Kirchen der Stadt sind mit Gottesdiensten, Andachten, Lesungen und  Diskussionen vertreten. Partnerstädte präsentieren ihre Gartenkultur und regionale Künstler stellen abwechseln ihre Werke vor. Der Flickschupark ist eine Parkanlage mit Geschichte, die Anlage mit dem schönen Teich wurde der Stadt Burg 1912 von Albertine Flickschu, der Witwe eines Tuchfabrikanten, vererbt. Auch hier wechselnde Themengärten und Hallenschauen, beim  Rundgang um den See erwarten den Besucher herrliche Seerosen, Rhododendron und wechselnde Bepflanzungen. Für Familien gibt es auf allen vier Ausstellungsflächen große Spiel- und Freizeitbereiche und natürlich überall Restaurants zum Verweilen und Einkehren. Mehr als 800 Veranstaltungen werden in den 170 Tagen der LAGA stattfinden, für Jung und Alt ein breitgefächertes Angebot.

Die jahrelange Vorbereitung hat sich gelohnt, viele Bereiche der Stadt wurden aus ihrem „Dornröschenschlaf geweckt“, meint der begeisterte Oberbürgermeister der Stadt, Jörg Rehbaum.

Foto: Franke