Die Prinzessin Ilse

(Gert Sommerfeldt).  Schon Heinrich Heine machte in seiner „Harzreise“ auf eine Prinzessin Ilse aufmerksam, die in einem Schloss oberhalb am Ilsestein wohne und mit Besuchern selig sein möchte. Auch heute steigen viele Wanderfreunde zum Ilsestein auf und genießen den Blick ins enge bewaldete Tal. Am aufgerichteten Felsenkreuz vorbei geht hier der Blick hinunter ins romantische Tal der vorbei rauschenden Ilse und zu den der Landschaft angepassten neuen Landhäusern. Als neues Wahrzeichen der Stadt Ilsenburg schuf der Quedlinburger Metallgestalter Jochen Müller eine schlanke weibliche Bronzefigur, die er „Prinzess Ilse“ nannte.

In einer Parkanlage Im Talgrund auf einer steinernen Kugel mit Inschrift stehend, braust hinter ihr der Gebirgsbach, dem sie nackt entstiegen zu sein scheint. Touristen, Wanderer und Radfahrer können hier einen kurzen Halt einlegen, werden so an einen Heinrich Heine aus der Schulzeit erinnert, der die Schönheit der Harzer Landschaft in seinem Reisebericht bereits 1824 fest hielt.

Foto: Sommerfeldt