Blumenstrauß des Monats Juni 2018

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza).  Für Knut Eicke ist sein vielfältiger ehrenamtlicher Einsatz selbstverständlich, und so ist auch Langeweile für ihn ein Fremdwort. Der agile Ruheständler engagiert sich in der Schiedsstelle 04 in Magdeburg, erteilt zweimal in der Woche jugendlichen Migranten bei der AWO Deutschunterricht. Und mit viel Freude und Elan schauspielert er in der Theatergruppe „Schaubühne Magdeburg e.V.“.

Zudem hat er den Förderverein „Freunde der Leichtathletik des SCM“ mit ins Leben gerufen, der u.a. junge Leichtathleten vom SC Magdeburg durch finanzielle Zuwendungen bei Trainingslagern, der Beschaffung von Sportbekleidung oder bei Jugendmeisterschaften durch ein kleines Taschengeld unterstützt.

Wir treffen den aufgeschlossenen Rentner während seines „Dienstes“ am Elterntelefon des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Magdeburg. Hier steht er seit 2014 im 14-tägigen Rhythmus für  auftretende Probleme im Zusammenleben von Eltern, Großeltern untereinander und mit ihren Kindern mit gutem Rat, basierend auf viel Erfahrung und gezielten Schulungen, zur Verfügung. Häufig ist auch nur das miteinander Reden und verständnisvolle Zuhören wichtig, darüber hinaus verweist er auch bei Bedarf auf weitere vorhandene Hilfsangebote in Magdeburg. „Ich glaube, dass ich aufgrund meines Alters und der umfangreichen beruflichen Erfahrungen eine solide Basis habe, um mit schwierigen persönlichen Problemen umgehen zu können“, sagt er über seine Tätigkeit, die außer ihm noch 13 weitere Ehrenamtliche am Elterntelefon mit ausüben. Steffi Möhle vom DKSB ist sehr stolz auf das gesamte Beraterteam und weiß, dass es schon oft helfen konnte. Sie bat uns, Knut Eicke stellvertretend für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des Teams, mit dem wiederum von Blumen-Bienert Reform gesponserten Blumenstrauß des Monats, ein herzliches Dankeschön für dieses ehrenamtliche Engagement zu sagen.

Foto: Brosza

Die Reformpädagogin Klara Hanewald-Sträter

(Dagmar Herricht).  Lehrer sollen ihre Persönlichkeit einsetzen und niemals gezwungen werden, eine Überzeugung zu heucheln. Ebenso sollen sie gegenüber Kindern tolerant sein und sie als eigenständige Persönlichkeiten ernst nehmen. Diese von dem Berliner Schulreformer Berthold Otto zu Beginn des 20. Jahrhunderts vertretenen – und zur damaligen Zeit revolutionären – Grundsätze prägten entscheidend das Leben der Magdeburger Reformpädagogin Klara Hanewald-Sträter. Geboren wurde sie 1888 in Magdeburg als Tochter des Lehrers Edmund Sträter. Sie besuchte  die erste Magdeburger Abiturklasse für Mädchen, die ihr Vater eingerichtet hatte und absolvierte anschließend ein Lehrerstudium in Gießen und Jena. Ihre ersten Jahre als Lehrerin verbrachte sie an einer Versuchsschule 1914/15 in Berlin. Hier gab sie eine eigene Zeitschrift mit dem Titel „Der Hauslehrer“ heraus. Nachdem Klara Sträter das Staatsexamen abgelegt hatte, kam sie nach Magdeburg zurück und heiratete hier den sechs Jahre älteren Lehrer Richard Hanewald. Beide waren angetan von den Ideen Berthold Ottos und erprobten und praktizierten auch in Magdeburg modernere Schulreformen.  Richard Hanewald tat dies von 1916 bis 1924 an der Magdeburger „Luisenschule“ in der Leiterstraße und danach als Leiter der höheren Reformschule (ab 1930 Berthold-Otto-Schule) am Sedanring, dem heutigen Westring. Uns Magdeburgern ist die Schule auch als ehemalige Kinder- und Jugend-Sportschule bekannt.

Seine Frau Klara war an der Gründung dieser ersten Reformschule maßgeblich beteiligt. Ebenso war sie Mitbegründerin und aktives Mitglied des Bertold-Otto-Vereins. Ab 1926 richtete sie in ihrer Wohnung eine genehmigte „Familienschule“ ein und wendete auch hier die Methoden nach den Prinzipien von Berthold Otto an. Mit ihrer Arbeit hat Klara Hanewald-Sträter für viele Jahre ein modernes und außergewöhnliches Schulsystem in Magdeburg durchgesetzt und zur Anwendung gebracht. Sie starb 1934 in ihrer Heimatstadt.

 Bildquelle: uni-magdeburg.de;  Reinhard Bergner

Theodor Kozlowski

(Dieter Müller).  In einer lockeren Serie wollen wir uns künftig den weniger bekannten Denkmälern Magdeburgs zuwenden. Da steht,  wenn man von der Strombrücke kommt,  in der Eingangskurve zum Stadtpark ein Denkmal in Obelisk-Form. In Dankbarkeit ist es von den Elbschiffern dem Elbstrombaudirektor Theodor Kozlowski gewidmet, der im 19. Jahrhundert für wichtige Regulierungen unseres Flusses gesorgt hat, besonders für günstige Fahrwassertiefen. In Magdeburg ist  im Gebiet des Handelshafens eine Straße nach ihm benannt. Das Denkmal wurde schon 1905 errichtet, also bereits zu Lebzeiten Kozlowskis.

Theodor Kozlowski (1824-1905) war ein auf vielen Gebieten qualifizierter preußischer Ingenieur, der hier in Magdeburg von 1866 bis 1880 in der Wasserbautechnik arbeitete, der aber auch an vielen anderen Projekten beteiligt war, etwa im Straßen- und Eisenbahnbau. Also: Wenn Sie nächstens den Obelisken sehen, dann denken Sie an diesen tüchtigen und für Magdeburg und seine Elbe engagierten Ingenieur.

Foto: Müller

Lachen ist gesund

(Dr. Christl Korb).  Lachen ist die beste Medizin. Wer oft und ausgiebig lacht, ist glücklicher und auch gesünder. Wissenschaftliche Studien beweisen es. Beim Lachen wird eine Vielzahl von Reaktionen im Körper ausgelöst, die unter anderem Schmerzen und Entzündungen lindern. Sogar das Herz-Kreislaufsystem wird positiv beeinflusst.

So macht der Körper während eines Lachanfalls tiefe Atemzüge, der Sauerstoffgehalt im Blut steigt an, das Herz schlägt vorübergehend schneller. Besonders die Gesichtsmuskeln, aber auch andere Muskeln unseres Körpers werden aktiv, gleichzeitig lösen sich verspannte Muskeln. Der Spiegel für die Stresshormone Kortisol und Adrenalin sinkt, Endorphine werden freigesetzt. Auf diese Weise wird Stress abgebaut und die Schmerztoleranz erhöht. Der Botenstoff Dopamin, das Glückshormon, wird freigesetzt, Wohlgefühle durchströmen unseren Körper. Lachen stimuliert die Abwehrkräfte und der Blutzuckeranstieg nach dem Essen wird gehemmt. Ebenso konnte der Blutdruck bei Schlaganfallpatienten durch eine „Lachtherapie“ gesenkt werden. Zu einem interessanten Ergebnis kamen Forscher der Universität von Maryland in Baltimore. Herzgesunde Personen wurden mit einer Gruppe Herzpatienten verglichen. Unter den Herzpatienten befanden sich deutlich mehr humorlose und verbitterte Menschen als in der anderen Kontrollgruppe.

Deshalb: Lachen Sie intensiv und häufig am Tag. Lachen ist kostenlos und problemlos „einzunehmen“. Während Kinder rund 400 mal pro Tag lachen, lacht ein Erwachsener nur zirka 15 mal und dies ist laut Expertenmeinung viel zu wenig.

Foto: Korb

Die Prinzessin Ilse

(Gert Sommerfeldt).  Schon Heinrich Heine machte in seiner „Harzreise“ auf eine Prinzessin Ilse aufmerksam, die in einem Schloss oberhalb am Ilsestein wohne und mit Besuchern selig sein möchte. Auch heute steigen viele Wanderfreunde zum Ilsestein auf und genießen den Blick ins enge bewaldete Tal. Am aufgerichteten Felsenkreuz vorbei geht hier der Blick hinunter ins romantische Tal der vorbei rauschenden Ilse und zu den der Landschaft angepassten neuen Landhäusern. Als neues Wahrzeichen der Stadt Ilsenburg schuf der Quedlinburger Metallgestalter Jochen Müller eine schlanke weibliche Bronzefigur, die er „Prinzess Ilse“ nannte.

In einer Parkanlage Im Talgrund auf einer steinernen Kugel mit Inschrift stehend, braust hinter ihr der Gebirgsbach, dem sie nackt entstiegen zu sein scheint. Touristen, Wanderer und Radfahrer können hier einen kurzen Halt einlegen, werden so an einen Heinrich Heine aus der Schulzeit erinnert, der die Schönheit der Harzer Landschaft in seinem Reisebericht bereits 1824 fest hielt.

Foto: Sommerfeldt