Schattenwand

(Gert Sommerfeldt).  Ein breitgefächertes farbiges Strahlenbündel an der Hauswand der Jakobstraße 34 leuchtet nach Einbruch der Dunkelheit und zieht die Blicke der Vorübergehenden auf sich. Es ist eine Lichtinstallation des französischen Künstlers Yves Charnay, der bereits in seinem Heimatland derartige Blickpunkte schuf.

Bei uns ließ er drei farbige Lichtquellen in weiß,  grün und blau sowie Lamellen an die Hauswand bringen. Unsere Erfahrung ist, dass in einen Lichtstrahl eingebrachte Elemente einen grauen bis schwarzen Schatten werfen. Werden jedoch farbig abgestufte Farbstrahler eingesetzt, kommt es zu einer Reflektion und die Streifen erstrahlen in der komplementären Farbe. Das kann man überall dort sehen, wo verschiedenfarbige Lichtquellen einen Gegenstand beleuchten, so in Schaufenstern von Geschäften.

Sehr anschaulich im Großformat an der Hauswand der Jakobstraße angebracht, könnte die nächste Installation als optisches Phänomen auf dem Gelände der Uni installiert werden. Bereits Otto von Guericke wies in seinem Experiment im 17. Jhd. nach, dass der Schatten eines Gegenstandes bei unterschiedlichen Lichtquellen farbig empfunden wird, so wie es heute schon als Installation zu sehen ist.

Foto:  Sommerfeldt