Der „Wassermaxe“ aus Magdeburg

(Dagmar Herricht).  Der „Wassermaxe“ Max Paul Wilhelm Görnemann war zu seiner Zeit ein bekannter Magdeburger Kaufmann. Geboren wurde der Sohn eines Lehrers 1856 in dem heutigen Magdeburger Stadtteil Cracau. Nach Schule und kaufmännischer Lehre diente er zunächst als Freiwilliger in der preußischen Armee. 1890 eröffnete er sein erstes Einzelhandelsgeschäft. In wenigen Jahren konnte er deren Anzahl in und um Magdeburg auf stolze 44 vermehren. Neu war, dass er zu deren Belieferung einen eigenen Großhandel einrichtete. Seinen Beinamen „Wassermaxe“ erhielt er, weil er sich als Mitglied der Magdeburger Stadtverordnetenversammlung (1899 bis 1919) und deren stellvertretender Vorsitzender (1909 bis 1915) erfolgreich für den Bau des Wasserwerkes in der Colbitzer-Letzlinger Heide einsetzte. Dadurch stand den Magdeburgern ab 1932 ein wesentlich besseres Trinkwasser zur Verfügung. Wilhelm Görnemann konnte dies leider nicht mehr erleben. Er verstarb am 31.7.1928.