Adelheid-Preis 2017

Ehrung für Gabriele und Andreas Herbst

(Gerda Bednarz).  Bereits am 16. Dezember 2017, dem Todestag Kaiserin Adelheids, hatte das Adelheid-Kuratorium entschieden, dass die Auszeichnung diesmal an das Pfarrer-Ehepaar Herbst geht. Die offizielle Preisübergabe erfolgte am 18. Februar 2018 wieder im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums in Anwesenheit vieler Vertreter der Stadt, der Kirchen, sozialer Verbände und des öffentlichen Lebens. Zur feierlichen Begrüßung durch das Kaiserpaar Otto und Adelheid hatte der Saluta-Chor aus Ottersleben seinen Sängergruß extra auf Familie Herbst umgedichtet, und auch Simone Borris, die Sozialbeigeordnete und Vorsitzende des Kuratoriums, ließ es sich nicht nehmen, ihre Grußworte in gereimter Form vorzutragen und dann den OB um seine Festrede zu bitten.

OB Trümper, ganz aktuell, bemerkte dazu gut gelaunt, dass die Kulturhauptstadt-Bewerbung bei Frau Borris (wegen ihrer dichterischen Ader) wohl schon gewirkt habe. Außerdem vermutete er, dass Gabriele Herbst aufgrund ihrer schwarz-roten Robe wohl die Hoffnung vertritt, dass es bald eine Groko geben könnte. Er würdigte das Ehepaar Herbst und seine außerordentlichen sozialen Leistungen seit rund vierzig Jahren, lobte sein Engagement und seine Hilfsbereitschaft für Ausländer, anerkannte den Einsatz für „Schulen ohne Rassismus”, für das Projekt “Education is the key of life”, für die Aktion „Bibel trifft Kunst. Andernorts.”, für bessere Bildung und Verteilungsgerechtigkeit in Tansania, für ein fremdenfreundliches Magdeburg und viele andere soziale Aspekte. Adelheid als kluge, mildtätige und sozial engagierte Frau hätte ihre helle Freude an dem Ehepaar gehabt. Er erwähnte auch, dass Gabriele Herbst bereits 2009 das Bundesverdienstkreuz für ihren jahrelangen sozialen Einsatz erhalten hat, dass sie Ehrenbotschafterin der Landeshauptstadt und auch in kirchlichen Sendungen bei TV und im Radio aktiv ist. Die Strahlkraft ihrer Tätigkeit wirkt für Magdeburg und weit darüber hinaus. Dafür unser aller Dank, viel Kraft, persönliches Wohlergehen und Freude mit dem Enkelkind.

Frau Dr. Annegret Laabs, die Leiterin des Kunstmuseums, würdigte in ihrer Laudatio noch einmal das jahrelange gute Zusammenwirken mit dem Ehepaar Herbst und betonte dabei die Bescheidenheit, mit der beide immer wieder hervorheben, dass sie nicht arbeiten könnten, wenn sie nicht von so vielen Seiten auch Unterstützung erhielten. Dr. Laabs mahnte die Verantwortung aller gegenüber schwächeren Mitmenschen an, derer sich Familie Herbst sehr stark annimmt und dankte ihnen dafür. Nach der Überreichung des Adelheid-Preises überraschten Gabriele und Andreas Herbst die Gäste mit einem langen Dankesgedicht, das sie in wohlgesetzten Worten abwechselnd vortrugen und dafür viel Beifall erhielten. Mit dem Telemann-Chorsatz „Friede sei willkommen” und „Der Jäger Abschied” fand die Feierstunde ihren würdigen Abschluss.

Foto: Bednarz