Blumenstrauß des Monats März 2018

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza).  In den Wohngebieten unserer Heimatstadt finden Menschen aller Generationen inzwischen ein vielfältiges Angebot an nachbarschaftlichen Begegnungsstätten. Hier treffen sich Alt und Jung aus dem näheren Umfeld zu gemeinsamen Aktivitäten. Die Beratungs-, Freizeit-, Bildungs- und Kulturangebote werden gern von allen Generationen genutzt. Wir besuchten einen der aktivsten dieser Orte, das Nachbarschaftszentrum Neue Wege in der Othrichstraße im Neustädter Feld. Hier werden nicht nur gemeinsam unterhaltsame Stunden verbracht, man findet auch Beratung und professionelle Unterstützungsbegleitung auf den unterschiedlichsten Gebieten, dazu Hilfe zur Selbsthilfe und zu eigenem Engagement. Auf Anregung des Vorstands des Vereins trafen wir die guten „Geister“ dieses Treffs, um ihnen einmal Danke für ihre Arbeit zu sagen.

Da ist Angelika Falke, die gute Seele des Hauses als gefragte Seniorenbetreuerin, Ansprechpartnerin für alle kleinen und großen Sorgen in der Nachbarschaft und für eine harmonische Atmosphäre im Haus. Für das leibliche Wohl ist Dirk Zenke zuständig. Er kocht leidenschaftlich gern und gut und so sind ihm die Anerkennung und der Dank der Teilnehmer am Mittagessen, beim Kaffeetrinken und beim Seniorenfrühstück gewiss. Dazu kümmert er sich auch noch um anfallende kleinere technische Probleme im Haus. Natürlich bedarf so ein Zentrum einer guten Organisation und Koordinierung. Dafür sind Steffi Möhle (sie war leider nicht anwesend) und Kristin Gerlach zuständig. Sie sind die  Ideengeberinnen, Begleiterinnen der Angebote, Öffentlichkeitsarbeiterinnen und entwickeln ständig neue Aktivitäten für die Besucher. Ihnen allen sagen wir auch im Namen des Vorstandes mit den von Blumen-Bienert gesponserten Blumensträußen ein ganz herzliches Dankeschön und wünschen weiter so viel Engagement für eine gute Nachbarschaft.

Foto: Brosza (v.l. Zenke, Falke, Gerlach)

Auf ein Neues!

(Dieter Müller).  Wieder drehen sich Kräne östlich des Magdeburger Breiten Weges. Es ist doch erstaunlich, dass ich während meiner Lebenszeit schon den zweiten Baustart auf derselben Fläche erlebe. In meinem Archiv fand sich ein Foto, das den Bau der weißgekachelten Wohnblöcke am Beginn der 60er Jahre zeigt, damals an der Karl-Marx-Straße.

Diese Bauten standen nur ein halbes Jahrhundert. Nach deren Abriss war es wiederum erstaunlich, wie schnell ein solches Gebiet von der Vegetation zurückerobert wird, so dass inmitten der Stadt eine Art von Savanne entstand. Die hat sich nun verabschiedet. Jetzt blickt unser guter alter Dom erneut und wohl etwas erstaunt wieder auf Kräne, die sich wie ein Ballett im Reigen drehen und eine neue Bebauung entstehen lassen. Vielleicht hält sich die etwas länger.

 Foto: Müller

Drachentanz beim chinesischen Frühlingsfest

(Gerda Bednarz).  Wie passt das alles zusammen? Der Verein der chinesischen Wissenschaftler und Studenten  hatte gemeinsam mit vielen Unterstützern zu einer Programm-Gala eingeladen, um das wichtigste chinesische Fest zum Beginn des traditionellen „Jahr des Hundes” zu feiern. Die Kung-Fu-Gruppe aus Wolfsburg eröffnete mit ihrem Löwentanz den Glückwunschreigen. Unter den hochrangigen Gästen ein chinesischer Botschaftsrat aus Berlin, die Prorektorin für Forschung der Uni Magdeburg, der Wirtschaftsbeigeordnete der Landeshauptstadt und weitere Vertreter aus Wirtschaft, Lehre und Politik. Die Uni-Professorin betonte bei ihrer Begrüßungsrede die Wichtigkeit der ausländischen Studenten und die Kooperation der Forschung mit vielen chinesischen Partneruniversitäten, und sie bat die Magdeburger weiterhin um freundliches Entgegenkommen den Studenten gegenüber. Auch der Wirtschaftsbeigeordnete unterstrich die langjährige Zusammenarbeit mit der chinesischen Partnerstadt Harbin und die entstandenen Netzwerke. Darüber war auch der Chinesische Botschaftsrat sehr erfreut, der besonders für so viel Engagement, die freundliche Atmosphäre und die bestehenden Handelsbeziehungen dankte.

Das Programm war sehr abwechslungsreich, Drachentanz und Tai-Chi-Übungen, Solo-Auftritte und traditionelle Instrumentalmusik, eine humoristische deutsche Performance und brasilianischer Kampftanz –  es war bunt und laut und wunderschön. Zwischendurch aber auch die Frage: Warum eigentlich Weihnachten? Dazu sprach mit begleitenden Bildern der Diakon Wolfgang Gerlich. Er berichtete von seiner jahrelangen Zusammenarbeit mit dem „Dialog der Generationen” und ihrem Projekt „Willkommen in Magdeburg”, bei dem deutsche Gasteltern und ausländische Studenten in seiner Norbertusgemeinde immer am 1. Advent  mit Plätzchenbacken und Weihnachtsliedersingen, mit Orgelspiel und Kirchenbesichtigung ein Stück deutsche Kultur kennen lernen und sich weit weg von ihrer Heimat etwas geborgen fühlen. Dafür sind besonders die chinesischen Studenten sehr dankbar, da sich die meisten einen Heimflug nicht so oft leisten können. Zaubershow  und Gewinnspiele, Gedichte, Tänze und immer wieder Lieder,  die Gala war noch lang……..

Adelheid-Preis 2017

Ehrung für Gabriele und Andreas Herbst

(Gerda Bednarz).  Bereits am 16. Dezember 2017, dem Todestag Kaiserin Adelheids, hatte das Adelheid-Kuratorium entschieden, dass die Auszeichnung diesmal an das Pfarrer-Ehepaar Herbst geht. Die offizielle Preisübergabe erfolgte am 18. Februar 2018 wieder im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums in Anwesenheit vieler Vertreter der Stadt, der Kirchen, sozialer Verbände und des öffentlichen Lebens. Zur feierlichen Begrüßung durch das Kaiserpaar Otto und Adelheid hatte der Saluta-Chor aus Ottersleben seinen Sängergruß extra auf Familie Herbst umgedichtet, und auch Simone Borris, die Sozialbeigeordnete und Vorsitzende des Kuratoriums, ließ es sich nicht nehmen, ihre Grußworte in gereimter Form vorzutragen und dann den OB um seine Festrede zu bitten.

OB Trümper, ganz aktuell, bemerkte dazu gut gelaunt, dass die Kulturhauptstadt-Bewerbung bei Frau Borris (wegen ihrer dichterischen Ader) wohl schon gewirkt habe. Außerdem vermutete er, dass Gabriele Herbst aufgrund ihrer schwarz-roten Robe wohl die Hoffnung vertritt, dass es bald eine Groko geben könnte. Er würdigte das Ehepaar Herbst und seine außerordentlichen sozialen Leistungen seit rund vierzig Jahren, lobte sein Engagement und seine Hilfsbereitschaft für Ausländer, anerkannte den Einsatz für „Schulen ohne Rassismus”, für das Projekt “Education is the key of life”, für die Aktion „Bibel trifft Kunst. Andernorts.”, für bessere Bildung und Verteilungsgerechtigkeit in Tansania, für ein fremdenfreundliches Magdeburg und viele andere soziale Aspekte. Adelheid als kluge, mildtätige und sozial engagierte Frau hätte ihre helle Freude an dem Ehepaar gehabt. Er erwähnte auch, dass Gabriele Herbst bereits 2009 das Bundesverdienstkreuz für ihren jahrelangen sozialen Einsatz erhalten hat, dass sie Ehrenbotschafterin der Landeshauptstadt und auch in kirchlichen Sendungen bei TV und im Radio aktiv ist. Die Strahlkraft ihrer Tätigkeit wirkt für Magdeburg und weit darüber hinaus. Dafür unser aller Dank, viel Kraft, persönliches Wohlergehen und Freude mit dem Enkelkind.

Frau Dr. Annegret Laabs, die Leiterin des Kunstmuseums, würdigte in ihrer Laudatio noch einmal das jahrelange gute Zusammenwirken mit dem Ehepaar Herbst und betonte dabei die Bescheidenheit, mit der beide immer wieder hervorheben, dass sie nicht arbeiten könnten, wenn sie nicht von so vielen Seiten auch Unterstützung erhielten. Dr. Laabs mahnte die Verantwortung aller gegenüber schwächeren Mitmenschen an, derer sich Familie Herbst sehr stark annimmt und dankte ihnen dafür. Nach der Überreichung des Adelheid-Preises überraschten Gabriele und Andreas Herbst die Gäste mit einem langen Dankesgedicht, das sie in wohlgesetzten Worten abwechselnd vortrugen und dafür viel Beifall erhielten. Mit dem Telemann-Chorsatz „Friede sei willkommen” und „Der Jäger Abschied” fand die Feierstunde ihren würdigen Abschluss.

Foto: Bednarz

Zeitdokumente

(Gert Sommerfeldt).  Nach der Reichsgründung 1871 entstand in Deutschland eine große Anzahl monumentaler Denkmäler, die die militärische Stärke und Macht der neuen wilhelminischen Ära dokumentieren sollten. So auch in Magdeburg. Zwischen Dom und dem Palais am Fürstenwall wurde auf dem Gelände der 1870 geschleiften Bastion Cleve ein Hügel aufgeschüttet, auf dem 1877 ein vom Architekten Hermann Eggert konzipiertes Kriegerdenkmal errichtet wurde.

Das aus Sandstein gefertigte Monument auf dem Fürstenwall zeigt auf vier bronzenen Relieftafeln kriegerische Situationen und die Orte der Schlachten, an denen Magdeburger Regimenter beteiligt waren. So ist auf der Ostseite zu sehen, wie sich ein Krieger in voller Rüstung von seiner Familie schmerzhaft verabschiedet. Die Südtafel zeigt einige Details der Schlacht bei Königgrätz 1866 unter General Fransecky, während die Nordtafel auf die Ereignisse bis zur Kapitulation von Sedan im September 1870 hinweist, auf der der General Moltke mit zu sehen ist. Auf der westlichen Tafel werden die Kaiserkrönung nach der Gefangennahme Napoleons III. und die folgende Reichsgründung im Spiegelsaal von Versailles dargestellt. Unter den Teilnehmern der Festlichkeit ist  Bismarck zu erkennen. Ein seitlich angebrachtes bronzenes Schild verweist auf die Magdeburger Jungfrau. Auf die Spitze des von roten Granitsäulen getragenen Dachs wurde die deutsche  Kaiserkrone gesetzt.

Foto: Sommerfeldt