Luther im Dorf

(Gert Sommerfeldt).  Nun hat auch Rottmersleben in der Hohen Börde sein eigenes hölzernes Lutherdenkmal. Es wurde von dem Holzkünstler Thomas Koch geschaffen und noch kurz vor dem 500. Jubiläumstag seines Thesenanschlages durch die Kirchengemeinde und den Ortschaftsrat am dörflichen“ Luthereck“ aufgestellt.

Dazu waren Repräsentanten der Landesregierung erschienen, wie Staatssekretärin Susi Möbbeck, Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch und Hohe-Börde-Bürgermeisterin Steffi Trittel sowie eine Delegation aus der französischen Partnergemeinde.

Anschließend wurde der christlichen Tradition entsprechend ein Apfelbaum gepflanzt.

Aus rohem Eichenholz geschnitzt blickt, nun der stattliche Martin aus seinem Schilderhäuschen an der Weggabelung gen Himmel. Einen Talar tragend und mit der Bibel in der Hand und keines Blickes würdigend,  wendet er sich ab vom gegenüber stehenden Straßenschild mit dem Namen seines kämpferischen Widersachers Thomas Müntzer.

Foto: Sommerfeldt

Silvester und das Feuerwerk

(Dr. Christl Korb).  Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben. Die Römer feierten diesen Tag als Jahresbeginn. Mit Lärm und Krach wurde das neue Jahr begrüßt, böse Geister sollten damit vertrieben werden.

Die alten Germanen fürchteten die Silvesternacht. Der 31. Dezember liegt genau in der Mitte der so genannten langen und dunklen „Rauhnächte”. Sie glaubten, dass der Kriegsgott Wotan besonders in dieser Zeit sein Unwesen treibt. Daher veranstalteten sie selbst ein „Höllenspektakel“, um alle Dämonen und alles Böse vertreiben zu können. Sie benutzten Rasseln, Peitschen oder Dreschflegel. Holzräder wurden angezündet und in die Täler gerollt. Im Mittelalter und auch später dienten Glockenläuten, Pauken und Trompeten dem gleichen Zweck.

Mit der Erfindung und Verbreitung des Schwarzpulvers kamen das Gewehrschießen und das Anzünden von Böllern auf. Mit einem Feuerwerk wurde dann das neue Jahr begrüßt. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus China. Schon Marco Polo hatte darüber berichtet.

Auch in unserem Land wird der Himmel in der Silvesternacht wieder in bunten Farben erstrahlen. Das Feuerwerk ist beliebt wie eh und je. Wieviel Geld wird wohl in diesem Jahr ausgegeben? Im Jahr 2010 haben die Deutschen 110 Millionen Euro „investiert“, 2014  bereits 120 Millionen und mit mehr als  130 Millionen wurde das Jahr 2017 eingeläutet.