Safran macht den Kuchen gel…

(Gert Sommerfeldt).   In meinem ersten Schullesebuch stand dieser Liedsatz. Damals konnte ich mir darunter nichts vorstellen, bis ich später in einem Gewürzladen stark duftenden Safran entdeckte. Dazu erfuhr ich, dass das Gewürz als „rotes Gold“ sehr teuer ist, da jährlich je Anbaugebiet nur 2-4 kg geerntet werden, weltweit bis 200 Tonnen.

Als Krokuszwiebel im Frühjahr eingebracht, blüht die Pflanze erst im Herbst auf. Die zwei violetten Blüten enthalten in 3 Narben verzweigende rote Safran-Fäden, die aromatisch duften und von Hand mit einer Pinzette herausgezogen, getrocknet und als anspruchsvolles Gewürz portioniert werden.

Die gesamte Ernte und Verarbeitung sind anstrengende Handarbeit. Für 1 kg Safran müssen bis zu 200.000 Blüten eingebracht werden. Ein Pflücker erntet und verarbeitet ca. 80 Gramm am Tag, die im Handel bis 25 € je Gramm angeboten werden.

Wenn sich beim Weihnachtsplätzchenbacken auch der Duft von Safran in der Wohnung verbreitet, fällt mir das alte Kinderlied: „Backe, backe Kuchen…“ wieder ein und ich denke nicht so an die mühsame Ernte davor.

Foto: Brosza