Weitsicht

(Gert Sommerfeldt).  Die Landesregierung, vertreten durch den Staatsminister Rainer Robra, würdigte auf einer Festveranstaltung am 23.9.17 im Kloster Ilsenburg den Harzer Forstmeister Hans-Dietrich von Zanthier (1717-1778) zu Ehren seines 300. Geburtstages und seines erfolgreichen Wirkens in der Forstwirtschaft.

Er zeigte zu seiner Zeit eine große Weitsicht zum Schutz des Waldes. So schlug er vor, anstatt der vielen einzelnen kleinen Holzkohle-Meiler zentrale Öfen zu errichten, da diese effektiver einen Brennstoff lieferten, der zur Verhüttung der abgebauten Silbererze im Harz benötigt wurde. Der zunehmende Bedarf an  der energiereichen Holzkohle führte im 18. Jhd. zu großen Abholzungen und kahlen Flächen, die dann der Erosion preisgegeben waren. Zanthier trat auch für die Regulierung des stark zugenommenen Wildbestandes ein, der besonders die Jungpflanzungen dezimierte. Als gräflich-stolbergischer Oberforst- und Jägermeister gründete er die erste Forstakademie in Europa und übernahm die Oberaufsicht für die Wernigeröder Forsten. Er widmete sich dort der Aufforstung, der Bestandsverjüngung und der nachhaltigen Waldnutzung.

 Foto: Sommerfeldt