Die Eberesche

Dieser in Mitteleuropa weit verbreitete Baum mit seinen roten Früchten ist vielen unter dem Namen Vogelbeerbaum bekannt.  Andere deutschsprachige Bezeichnungen sind Drosselbeere, Quitsche oder Krametsbeere.

Ebereschen gehörten zu den heiligen Bäumen der Kelten. Sie waren auch dem germanischen Gott Thor geweiht. Dem Aberglaube nach sollen sie vor Blitzschlag schützen. Es gibt Beobachtungen, dass Ebereschen seltener von Blitzen getroffen werden als andere Bäume.

Für Insekten, Vögel und Säugetiere ist sie eine wertvolle Nahrungsquelle. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind ihre Früchte ungiftig. Allerdings enthalten die Beeren die Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Werden die Beeren gekocht, wird die Säure abgebaut und der herbe Geschmack der Vogelbeere gemildert. Vogelbeeren sind reich an Vitamin C.

Auch den Blättern und Blüten schreibt man eine Heilwirkung zu. Getrocknet werden sie zu Tee verarbeitet und finden bei Husten, Bronchitis,  Magenverstimmung und Durchfall  Verwendung. Eine Wirkung ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Die Früchte können zu Marmelade, Gelee oder Saft verarbeitet werden. Vielleicht probieren Sie es aus.

Die Ambrosia

  (Gert Sommerfeldt).  Sie ist schlank und rank und macht durch ihre Größe bis zu 1,5 m und die vielen weißen Blüten auf sich aufmerksam – aber sie ist auch äußerst giftig. Die bloße Berührung der aufstrebenden Pflanze führt beim Menschen zu einer schmerzhaften Rötung und Schwellung der Haut. Sie und wurde als ein äußerst aggressives und wucherndes Unkraut eingestuft, dessen Pollen zu Allergien und Asthma führen können.

Wenn die Pflanze nach der Blüte ihre Wuchshöhe erreicht hat bildet sie zum Ende des III.Quartals Unmengen an winzigen Pollen aus, die durch den Wind weiter getragen werden. Auf dem Boden liegend können sie dort auch viele Jahre keimfähig schlummern.

Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde die Ambrosia durch internationale Transporte, sowie durch verunreinigtes Saatgut nach Europa verschleppt. 1863 in Deutschland entdeckt, gilt sie als Neophyt, also als pflanzlicher Einwanderer in Gebiete, in denen sie zuvor nicht heimisch war.

Da die Pflanze an vielen Stellen wuchert und für die Gesundheit eine erhebliche Gefahr darstellt, sollten Kleingärtner beim Herausreißen der Stängel Mundschutz und Handschuhe tragen und die Reste im Hausmüll entsorgen.

Die Weiterverbreitung der Ambrosia wird durch staatliche Stellen beobachtet, zumal sie leicht mit dem Gemeinen Beifuß verwechselt werden kann.

           Foto: Sommerfeldt