Besuch im Funkhaus

(Dieter Müller).  Drüben auf der Elbinsel öffnet sich ein halbkreisförmiges Gebäude hin zum Dom, als wolle es ihn umarmen. Es ist das Funkhaus des MDR, der kürzlich sein 25jähriges Bestehen feierte. Viele kamen zum Fest, das aber nicht nur gute Stimmung mit Musik, Bier und Bratwurst bot, sondern durch Führungen Einblick in die vielfältige Arbeit hinter den Kulissen gab. Erstaunlich und beeindruckend, wieviel Mühe und Zeitaufwand hinter einem einzigen Beitrag für Funk oder Fernsehen stecken. Für einen Fernsehbeitrag arbeiten allein zwanzig Menschen. Eine Minute Rundfunk braucht sechzig Minuten Vorbereitung, und die Mitarbeiter für die ersten Nachrichten um 11 Uhr, stehen schon früh um 6.45 Uhr auf der Matte.

Im Graphikstudio werden in mühsamer Kleinarbeit Hintergrundbilder für TV-Beiträge gefertigt.  Im Tonstudio kombinieren die Fachleute für das akustische Logo des Hörfunks verschiedene Musikelemente und Sprache. Das Zeitzeichen muss in der gleichen Tonhöhe stehen wie die Erkennungsmelodie. Nur für das kurze Wort „Die Nachrichten“ wird extra eine besonders markige Stimme aufgenommen.

Und wenn man schließlich die Moderatorinnen und Moderatoren (hier ist es Stefan Bernschein), die man sonst nur vom Bildschirm her kennt, leibhaftig vor sich sieht, dann fühlt man sich als Magdeburger noch enger heimatlich verbunden mit dem Funkhaus unserer Stadt.

Foto: Müller