Kürzel kurz erklärt

EEG – Elektroencephalographie

(Dr. Christl Korb).  Bereits im Jahr 1929 hat der deutsche Neurologe Hans Berger diese Untersuchungsmethode entwickelt. Der Name Elektroencephalographie kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Wörtern für Gehirn und Schreiben zusammen.

Alle Nervenzellen in unserem Gehirn sind über Kontaktstellen, den Synapsen, miteinander verbunden. Im Bereich dieser Kontaktstellen kommt es zu Spannungsschwankungen, die mit Hilfe des Elektroencephalogramms gemessen und graphisch dargestellt werden.

Das im EEG sichtbare Hirnstrombild wird vom Mediziner ausgewertet und je nach der Art des Kurvenverlaufes können Rückschlüsse auf die unterschiedlichsten Erkrankungen wie Entzündungen, Tumore oder Verletzungen im Hirnbereich gezogen werden. Unverzichtbar ist das EEG bei der Diagnostik von Krampfleiden. Auch im Schlaflabor werden die Patienten mit einer kontinuierlichen EEG-Aufzeichnung überwacht. Es ist eine Aussage über den Wachheitsgrad des Patienten bzw. der Schlafstadien möglich.

 

Elektromyographie – EMG

Bei der Elektromyographie werden die elektrischen Aktivitäten der Muskeln gemessen. Das Ergebnis der Messung lässt eine Aussage über Krankheiten der Nerven und der Muskelzellen zu. Man kann feststellen, ob eine Erkrankung nervlich oder muskulär bedingt ist. Liegt zum Beispiel eine Lähmung des Fußes vor, dann kann durch das EMG geklärt werden, ob die Ursache der Lähmung im Nerven- oder Muskelbereich liegt.

Die Königskerze

(Dr. Christl Korb).  Zwischen Juli und September blüht die Königskerze in ganz Europa, Nordasien und Nordamerika. Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 m erreichen. Ihre Verwendung ist vielfältig, genauso wie ihre Namen.

Bestrichen mit Pech und Teer wird sie als Fackel oder Lampendocht benutzt, daher der Name „Lampenbrand“. Im Volksglauben ist sie auch als Wetterkerze, Donner – und Blitzkerze bekannt. Im kirchlichen Glauben nennt man sie „Himmelsbrand“.  Auf vielen Darstellungen der Jungfrau Maria trägt diese als Zepter eine Königskerze in der Hand.

Auch heute noch bildet die Königskerze den Mittelpunkt des Kräuterbusches, der aus einer ganz bestimmten Anzahl und Anordnung von verschiedenen Heilkräutern besteht und am 15. August zu Maria Himmelfahrt in der Kirche geweiht wird. Der Busch soll magische Kräfte haben.

Seit der Antike wird sie als Heilmittel verwendet. Hippokrates hat Kompressen aus dem Presssaft der Blüten zur Wundbehandlung hergestellt. Hildegard von Bingen beschreibt die Pflanze als Mittel für ein „trauriges Herz“. Nach Aristoteles soll ihr Samen, in ein Gewässer gestreut, den Fischfang wesentlich erleichtern.

Die therapeutischen Wirkstoffe der Königskerze werden aus ihren Blüten gewonnen. So sind es Schleimstoffe, die sich bei Einnahme wie ein schützender Film über die Schleimhaut von Mund und Rachen legen. Halsschmerzen werden gelindert, der Reizhusten lässt nach.  Essenzen aus in Öl eingelegten Blüten werden zum Einreiben bei Schmerzen empfohlen.

Wo auch immer Sie diese Pflanze finden, in Ihrem Garten, am Wegrand während eines Spazierganges oder auch bei einer Rast an der Autobahn, erfreuen Sie sich daran.

Seniorenarbeitskreis der IG Metall (IGM)

  (Gert Sommerfeldt).  Nach dem Ausscheiden aus der beruflichen Tätigkeit und Übergang in die Rente oder die Entlassung in die Arbeitslosigkeit ist für viele bisher in den Betrieben Organisierte noch nicht Schluss. Viele engagieren sich weiterhin als Ehrenamtliche in den gewerkschaftlichen Seniorengruppen. Man kennt sich da schon aus der früheren beruflichen Tätigkeit. Dann werden beim Treff immer wieder Gedanken zu „damals“ ausgetauscht und auch kritische Vergleiche zur heutigen Arbeitswelt gezogen.

Als Seniorenarbeitskreis unterstützen die Veteranen die Verwaltungsstelle bei der Vorbereitung von besonderen Formen der gewerkschaftlichen Agitation, wie zur Meile der Demokratie. Sie lassen sich auch informieren über die Tätigkeit der Geschäftsstelle der IGM im Tarifgebiet.

42 Parteien und Gruppierungen bewerben sich um ein Mandat im nächsten Bundestag. Die Bewertung ihrer Wahlversprechen erfordert auch von uns eine rechtzeitige politische Orientierung. Wer könnte unser Interessenvertreter sein?

Da lesen wir auf großformatigen Plakaten, dass man für Deutschland kämpft, Ungeduld erwarte, hier gut und gerne lebt, neue Ideen in die Politik einbringen will, die soziale Gerechtigkeit fördern oder mit Schlagworten wie Abrüstung und Schutz vor Armut punkten will. Über allem dann noch plakative Hinweise zur Umwelterhaltung und ihrer weiteren Gestaltung.

Wie die Parteien die Wünsche der Bürger umsetzen könnten, war mehrfach Gesprächsthema für die Senioren.

Dem gegenüber sieht sich die IGM als Vertreter der Interessen der Beschäftigten. Sie will auch weiterhin für die Belange der Senioren mit eintreten, damit die Menschen im Alter gut von ihrer Rente leben können.