Adolf Mittags Einsatz für Magdeburg

(Dagmar Herricht).  Der beliebte „Adolf-Mittag-See“ im Rotehornpark erinnert an den Industriellen Adolf Mittag, der am 22.9.1833 in Magdeburg geboren wurde. Sein Vater war ein geachteter und erfolgreicher Kaufmann. Sohn Adolf besuchte nach dem Schulabschluss eine Handelsschule in Gnadau, ging dann nach Leipzig, um den Beruf eines Knopfmachers zu erlernen. Zurück in Magdeburg gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich mehrere Handelshäuser. Im Jahr 1869 kaufte Adolf Mittag das Brauhaus „Preußischer Hof“ im Breiten Weg 155. Hier entstand die erste Großhandlung der Stadt, die Waren an kleinere Geschäfte weiterverkaufte. Bis 1888 führten er und sein Bruder Heinrich gemeinsam den Betrieb. Danach leitete sein Bruder Louis die Firma.

Adolf Mittag war besonders an der Gestaltung der Gärten seiner Heimatstadt interessiert. So unterstützte er großzügig mit einer Spende von 50.000 Mark die Verschönerung des Rotehornparks. Das Geld wurde 1908 für die Aufweitung der „Tauben Elbe“ eingesetzt, es entstand der heutige Adolf- Mittag- See.

Die kleine Marieninsel widmete er seiner inzwischen verstorbenen Frau Maria. Auch weitere Einrichtungen in Magdeburg sind durch seine großzügigen Spenden und seine Anregungen entstanden. Dazu gehört der Nordfriedhof als Park, der Ausbau zahlreicher Radfahrwege. Bekannt durch sein uneigennütziges Engagement und seine freundliche Art, wurde er von den Magdeburgern liebevoll „Onkel Adolf“ genannt. Wenn wir Magdeburger uns heute noch gern im Rothornpark aufhalten, so erinnern wir uns an den großzügigen Mäzen Adolf Mittag. Er starb am 14.08.1920 in Leipzig.