Ringelblumen – schön und nützlich

(Dr. Christl Korb).  Die prächtigen gelborangenen Blüten der Ringelblumen schmücken im Sommer viele Gärten und Grünanlagen. Diese Blume ist nicht nur eine dekorative Zierpflanze. Sie hat sich auch als Heilpflanze seit Jahrhunderten bewährt, wie bereits die Äbtissin Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert wusste. Die in der Ringelblume enthaltenen Stoffe wirken antibakteriell, entzündungshemmend und krampflösend.  Aus ihren getrockneten Blütenblättern oder getrockneten und zerkleinerten ganzen Blütenkörben können Tees und Tinkturen hergestellt werden, die besonders bei Magen – und Darmgeschwüren die Heilung fördern und Brechreiz mildern können. Für eine Tasse Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Ringelblütenblätter mit kochendem Wasser, lässt alles 10 Minuten ziehen. Nach dem Abseihen kann der Tee getrunken oder zum Gurgeln benutzt werden.

Eine Ringelblumentinktur, deren Herstellung sehr zeitaufwendig ist,  unterstützt die Heilung von Hautwunden, Furunkeln, Ekzemen, Brandwunden oder Pickeln. Hier helfen auch Umschläge oder Badezusätze aus dem Tee der Ringelblume. Auch als Salbe oder Creme findet die Ringelblume traditionell Verwendung.

Allergiker sollten allerdings bei der Verwendung von Ringelblumen vorsichtig sein. Auch zur Wettervorhersage taugt die Ringelblume. Wenn morgens zwischen 6 und 7 Uhr die Blüten der Ringelblume bereits geöffnet sind, dann soll der Tag sonnig werden. Sind sie nach 7 Uhr noch geschlossen, ist mit Regen oder Gewitter zu rechnen.

Sehenswerte Dorfkirchen

(Dieter Müller).  Sowohl im Magdeburger Stadtgebiet als auch im weiten Umland finden wir eine Fülle sehr alter, kleiner Dorfkirchen. Allein in unserer Stadt gibt es in den eingemeindeten ehemaligen Dörfern Cracau, Ottersleben, Olvenstedt, Beyendorf und Sohlen solche alten Kirchen. Als Beispiel sei hier St. Petri in Beyendorf gezeigt.

Diesen alten Gotteshäusern gemeinsam ist ihre Entstehungszeit um etwa 1200. Sie sind im romanischen Stil gebaut. Charakteristisch ist ein massiver, wehrhafter Turm ohne Eingang von außen, damit man ihn bei Gefahr als Zuflucht nutzen konnte. Daran schließt sich ein meist kleiner, schlichter Kirchenraum an, der allerdings im Laufe der Jahrhunderte oft baulich verändert wurde. Gegründet sind diese Kirchen vor der Reformation, also zu jener Zeit, als es nur die eine Kirche gab. Nach der Reformation wurden die alten Kirchen evangelisch, behielten aber die Namen der Patrone aus katholischer Zeit bei. Dass man in alter Zeit mit Selbstverständlichkeit fromm war, ist daran erkennbar, dass praktisch jedes Dorf – und sei es noch so klein – eine Kirche hat. Heute sind Christen hierzulande in der Minderheit. Aber bei den Dorfkirchen zeigt sich seit der Wende ein erstaunlicher Trend: Gerade Menschen, die mit Kirche nichts am Hut haben, betrachten ihre Dorfkirche als Heimat und als ein Stück von sich. Und sie tun das sehr praktisch, gründen Fördervereine, spenden Geld, helfen mit bei der Sanierung und bringen so zum Ausdruck: Das ist unsere Kirche in unserem Dorf – oder Stadtteil – und damit identifizieren wir uns. Dazu trägt bei, dass außer Gottesdiensten dort auch Konzerte, Lesungen und Ausstellungen stattfinden. Es sind hier also kleine, oft sehr lebendige Kulturzentren entstanden, wo sich Menschen treffen und Freude haben.

Jubiläum im Pik ASZ

Das Repair Café  im Alten und Servicezentrum in der Leipziger Straße feiert bereits sein  zweijähriges Bestehen. Am 26. Juli trafen sich die freiwilligen Helfer  zum 50. Mal in den Räumen des Pik ASZ.  Seit August 2015 bieten Reparaturexperten ehrenamtlich einen kostenlosen Service für „Hilfe zur Selbsthilfe“ und Reparatur von Haushaltsgeräten, Heim-Elektronik und anderen technischen Kleingeräten an.

„Dadurch leisten wir einen Beitrag zum schonenden Umgang mit Ressourcen und gegen die Wegwerfmentalität. Vielen lieb gewordenen Geräten konnte bereits eine weitere Nutzungszeit ermöglicht werden. Wenn Sie ein defektes Gerät reparieren möchten, können Sie uns 14-tägig mittwochs in der Zeit von 15:00-17:00 Uhr im Pik ASZ treffen. Weitere Termine und Informationen finden Sie auf unserer Internetseite  www.repaircafe-md.lima.city.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch“, so Wolfgang Matschek, Leiter des Reparaturexperten-Teams.