Kunst zum Anfassen – Heinrich Apel

(Dieter Müller).  Wir verdanken ihm viel. In unserer Stadt – und weit darüber hinaus – ist Dr. h. c Heinrich Apel an vielen Orten mit seinen Arbeiten präsent, seien es große Werke wie der Faunenbrunnen in der Leiterstraße, im Volksmund „Teufelsbrunnen“ genannt, die Rathaustür, Gestalten von Trümmerfrauen und Geängstigten im Bombenhagel vor dem Portal der Johanniskirche, das Gedenken an den Lebensretter Hauptmann Belikow, die Tür des Klosters mit dem Bördepaar als Klinke und viele Gestalten im öffentlichen Raum, die zum Nachdenken anregen. Aber auch in Kirchen hat sich Apel engagiert, etwa in und vor der Petrikirche. Oder wer denkt nicht an das heiter-kritische Treppengeländer im Naumburger Dom? Seine umfangreiche private Sammlung hat der Künstler im Jahr 2000 der Stadt Haldensleben als Schenkung überlassen, die damit im Schloss Hundisburg eine sehr empfehlenswerte Ausstellung gestaltet hat. Als kleinformatiges Beispiel aus Magdeburg fiel mein Blick auf die Türklinke der Kathedrale St. Sebastian.

Dort schnappt nämlich – mit Bezug auf einen alten Bibeltext – ein großer Fisch nach dem Propheten Jona. Heinrich Apel, Jahrgang 1935, lebt sehr zurückgezogen hier in Magdeburg. Ich denke in aller Namen zu sprechen: Wir Magdeburger schätzen ihn und sein Werk und wir würden auch eine angemessene Ausstellung in unserer Heimatstadt begrüßen.