Christi Himmelfahrt

Pfingsten und die Begeisterung

(Dieter Müller).  Im Kalender unseres Landes gibt es Feste, deren christlichen Inhalt viele nicht mehr kennen. Darum werden sie anders genutzt. Aus Himmelfahrt wurde Vatertag. An Pfingsten treffen sich Familien und Freunde zum Ausflug ins Grüne. Das alles ist voll zu akzeptieren.

Wenn aber doch jemand fragt: Was ist es denn nun mit Christi Himmelfahrt? So kann man antworten: Der am Karfreitag hingerichtete und zu Ostern auferstandene Jesus Christus erschien vierzig Tage hindurch seinen Freunden und zeigte ihnen, dass er lebt. Himmelfahrt war die letzte Begegnung mit ihm.

Danach wurde er – so nennt es die Bibel – „in den Himmel aufgenommen“.Das war jedoch kein endgültiger Abschied, denn zehn Tage später – das ist Pfingsten – als sich die Freunde aus Angst verbarrikadiert hatten, wurde plötzlich das Haus von Sturm und Feuerzungen erfüllt. Die Freunde warfen ihre Angst ab und traten an die Öffentlichkeit. Nach einer flammenden Rede des Petrus ließen sich 3000 Menschen taufen und bildeten so die erste christliche Gemeinde. Von dieser Begeisterung kann man sich anstecken lassen, denn das Abwerfen von Angst ist ja heute ebenso wichtig wie damals.