GroKo – eine große Chance für die SPD

(Siegfried Brosza).  Nun haben sie sich doch noch geeinigt. Es ist zwar aus SPD-Sicht nicht der große Wurf, aber das Koalitionspapier gibt der Partei mit der vereinbarten Ressortverteilung eine große Gestaltungsmacht. Sie erhält die Möglichkeit, sich in Regierungsverantwortung zu profilieren,  wichtige Punkte ihres Wahlprogrammes zu verwirklichen und insbesondere die soziale Unausgewogenheit in unserem Lande wirkungsvoll zu bekämpfen. Da gibt es viel zu tun.

Auch außenpolitisch warten viele Aufgaben. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Krieg und Kriegsrhetorik prägen die täglichen Nachrichten. Dazu steht im Wahlprogramm der SPD richtigerweise: „…Deshalb werden wir einen neuen Anlauf für Entspannung und Abrüstung unternehmen.“

Damals in den sechziger Jahren war es Bundeskanzler Willy Brandt, der auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges mit seiner neuen Ostpolitik – trotz großen Widerstandes im eigenen Land – die Entspannung zwischen Ost und West einleitete.

Ein derartig mutiger Schritt Deutschlands wäre auch heute wieder erforderlich. Nicht Aufrüstung – wie von US-Präsident Trump gefordert – sondern weniger Waffen und verbale Abrüstung machen unsere Welt sicherer und lebenswerter.

Die SPD-Mitglieder stehen nun vor einer schweren Entscheidung. Einerseits möchten viele von ihnen ihrer „Führungsriege“ einen Denkzettel verpassen. Andererseits bedeutet Opposition von Vornherein Verzicht auf die Möglichkeit, das Motto ihres Wahlprogramms „Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit“ schrittweise in die Tat umzusetzen.

Und sollte es zu Neuwahlen kommen, ist durchaus denkbar, dass diesmal die Wähler „Bätschi“ sagen und sich die SPD als dritt- oder viertstärkste Partei im Bundestag wiederfindet.

Blumenstrauß des Monats Februar 2018

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza).  Im Namen der Seniorengruppe Sankt Marien Sudenburg baten uns Barbara Ruhland und Anna-Maria Ernst, ihrer Mitstreiterin Edeltraud Zülecke mit dem Blumenstrauß des Monats ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Diesem Wunsch ist die Redaktion des Magdeburger Kuriers gern nachgekommen.

Edeltraud Zülecke gründete vor 27 Jahren diese Gruppe, in der sich monatlich bis zu 40 Senioren beim gemütlichen Kaffeetrinken treffen. Einmal im Jahr wird eine interessante Busreise unternommen und jedes Jahr  wird zur gut organisierten Faschingsfeier auch das Tanzbein geschwungen. Edeltraud Zülecke überrascht auch gern die Geburtstagskinder der Gruppe mit Blumen und einem Ständchen.

Vor über 40 Jahren gründete sie die Bastelgruppe dieser Gemeinde, die bis heute ihre originellen Arbeiten zur Adventszeit, zu Weihnachten und zu Ostern zum Verkauf anbietet. Mit dem Erlös wird die Arbeit der Gemeinde unterstützt. Für die agile 78-Jährige  ist Ruhestand ein Fremdwort. So vertritt sie „ihre“ Senioren im Arbeitskreis „Senioren im Ehrenamt“, wirkt seit über 50 Jahren im Kirchenchor mit und kümmert sich um den Blumenschmuck in der Kirche. Auch in ihrem Straßenbezirk ist sie ehrenamtlich unterwegs, erfreut ältere Mitmenschen mit einem Besuch und  gratuliert allen über 75-Jährigen mit  Blumen zum Geburtstag.

Wir überraschten Edeltraud Zülecke inmitten ihrer Gruppe. Bei der Übergabe des von Blumen-Bienert wunderbar gebundenen Blumenstraußes bedankten sich ihre Mitstreiter und der Magdeburger Kurier herzlich für die bisher geleistete Arbeit und wünschten ihr weiterhin so viel Elan und für die Zukunft alles Gute.

Foto: Brosza

Jahresauftakt beim Dialog der Generationen

(Gerda Bednarz).  Traditionsgemäß hatte Edeltraud Schochert(Mitte) am 18. Januar ihre große Arbeitsgruppe ins PIK ASZ in der Leipziger Straße eingela-den, um einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu halten. Höhepunkte 2017 waren zweifellos die Auszeichnung von Gisela Meinschenk mit dem Bundesverdienstorden und die Feier zum 15 jährigen Bestehen des Projektes „Willkommen in Magdeburg“.

Die ehrenamtlichen Aktivitäten sind insgesamt so umfangreich, dass hier nur die wichtigsten genannt werden können. Viele Messen und Ausstellungen, Feste und Aktionen haben die Akteure der einzelnen Projektgruppen mitgestaltet. Sie haben unzählige Stunden Vor- und Förderlesen in Schulen und Kindergärten allwöchentlich geleistet, Handarbeitskurse bei „Pfeiffers“ durchgeführt, Stadtspaziergänge und Museumsbesuche begleitet, die Meile der Demokratie, Down-Sportfest und Blau-weiße Begeisterung beim FCM unterstützt, haben bei Feriengestaltung und  Kinder-Kulturtagen, beim Fest der kleinen Forscher und der internationalen Kaffeetafel geholfen und sind immer da gewesen, wenn man sie brauchte. Der Freiwilligentag und die Patenschaftsarbeit, die Leseolympiade und das Vorlesen im Demenzzentrum oder in Pflegeheimen, all das wäre ohne den „Dialog“ so gar nicht zu realisieren. Viele ältere Magdeburger haben aber auch durch Schüler des Norbertus-Gymnasiums, der Waldorfschule oder der Regine-Hildebrandt-Schule gelernt, mit ihren Smartphones, Handys oder Computern besser umzugehen. Das ist eine imponierende Bilanz. Dafür sagen wir dem gesamten Team ein ganz großes herzliches Dankeschön und viel Freude bei der Bewältigung der für 2018 geplanten Projekte.

Anmerkung: In einem gesonderten Beitrag haben wir für Interessierte die Aktivitäten der Arbeitsgruppe des vergangenen Jahres aufgelistet.

Foto: Bednarz

Erste Sitzung des Seniorenbeirates 2018

(Gerda Bednarz).  Zuerst herzliche Gratulation und Blumen für den stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Jürgen Hildebrand zu seiner Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Zwei neue Mitglieder werden begrüßt: Hugo Boeck von der Stadtratsfraktion „Links für Magdeburg” und Nicole Angerstein von der Magdeburger Gartenpartei. Sie werden für ihre Parteien die Arbeit im Seniorenbeirat(SB) unterstützen.

Die Vorsitzende, Angelika Zander, die ja gleichzeitig auch Vorsitzende der Landesseniorenvertretung(LSV) ist, stellte den „Leitfaden zur Zertifizierung von seniorenfreundlichen Einrichtungen/ Institutionen und Dienstleistungen sowie Qualitätssiegelvergabe in Sachsen-Anhalt” vor, der auf Empfehlung des Landessozialministeriums erarbeitet wurde. Die Teilnahme an dieser Zertifizierung ist absolut freiwillig. Vergeben wird das Qualitätssiegel von der LSV. Die Träger des Zertifikats können damit auch werben oder die Auszeichnung im Briefkopf verwenden. Angelika Zander erinnerte noch einmal an den Aufruf zur Teilnahme an den SENIORENTAGEN 2018 in der Landeshauptstadt Magdeburg „Otto wird älter” vom 16. April bis 06. Mai 2018. Dazu gibt es schon eine positive Resonanz. Es werden aber noch weitere Partner gesucht.

Im Verlauf der Sitzung kam auch ein Vertreter der MVB zu Wort. Er berichtete über die Vorhaben für 2018 und die schon erfolgten Verbesserungen in der Großen Diesdorfer Straße. Anregungen nimmt er gern auf und gibt sie an die entsprechenden Stellen weiter.

Foto Bednarz

Tausende Menschen auf der „Meile der Demokratie”

(Gerda Bednarz).  Mehrere Tausend Menschen haben am 19. Januar  in Magdeburg wiederum ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit gesetzt. Ein Höhepunkt der mittlerweile 10. „Meile der Demokratie” war das Ausrollen eines 1,6 Kilometer langen „Meilenschals”.

Nach Angaben der Stadtverwaltung beteiligten sich rund 6.000 Menschen an dem Straßenfest, zu dem mehr als 100 Vereine, Verbände und Organisationen eingeladen hatten. Die Polizei in Magdeburg sprach am Abend von „bis zu 5.000 Teilnehmern”.

Gute Plakat-Ideen, hier Stand von Bündnis 90/ Die Grünen. Das Archiv-Bild zeigt die am 16. Januar 1945 zerstörten Gebäude der Johanniskirche und des Rathauses

„Engagiert für Vielfalt” war das Motto der diesjährigen Solidaritätsaktion der Hoffnungskirch- Gemeinde zusammen mit der Freiwilligenagentur und der AG „Dialog der Generationen”. Viele fleißige Hände hatten Tücher und Schals gestrickt, gehäkelt, genäht – gegen soziale Kälte – das gespendete Geld wird für Hilfebedürftige verwandt.

Eine Sprecherin der Organisatoren sagte am späten Nachmittag, dass Magdeburg „wieder ein starkes Signal” gesetzt habe. Sehr viele Menschen hätten Gesicht für eine weltoffene Stadt gezeigt. Die Resonanz auf die Veranstaltung sei vergleichbar mit der im Vorjahr gewesen, sagte sie.

Foto: Bednarz