Blumenstrauß des Monats Oktober 2018

Wir sagen Dankeschön

(Heidi Brosza). Eine der aktivsten Gruppen der Volkssolidarität (VS) Magdeburgs kann man in der Gartenstadt Reform treffen. Hier ist auch Inge Sachse seit nun schon 11 Jahren als ehrenamtliche Helferin für ihre Nachbarn unterwegs. Die 81-Jährige betreut die Mitglieder ihrer Straße, gratuliert zu Geburtstagen, macht Krankenbesuche und hat für jeden ein freundliches Wort. Auch im Erzählcafe Zur Siedlung Reform 8/5, das seit seiner Gründung zum beliebten Treffpunkt der Reformer geworden ist, hilft Inge Sachse jede Woche freitags mit und bereichert durch ihre freundliche optimistische Art die Zusammenkünfte. Viele Rentner und vor allem Alleinstehende besuchen gern und regelmäßig diese Einrichtung und so trägt Inge Sachse auch hier zu einem guten nachbarschaftlichen Miteinander bei.

„Auf Inge ist immer Verlass, sie erfüllt das  Motto der Volkssolidarität: „Miteinander-Füreinander“ mit Leben“, so die überzeugende Meinung der Mitglieder ihrer Gruppe. Es macht ihr viel Freude, sich um andere Menschen zu kümmern. So überreichten wir auf Vorschlag der Gruppe der VS der Gartenstadt Reform unter herzlichem Beifall der anwesenden Mitglieder gern den von Blumen-Bienert gesponserten wunderschönen Blumenstrauß des Monats an Inge Sachse.

Foto: Brosza

Symbolischer Mauerfall

(Dieter Müller).  Ende August rückte schweres Gerät an und legte eine Mauer nieder, aber nicht irgendeine, sondern die bisherige Trennwand zwischen dem evangelischen und katholischen Grundstück auf jenem Gelände zwischen Petrikirche und Wallonerkirche, auf dem die „Ökumenischen Höfe“ entstehen.

Christen verschiedener Konfessionen, Bauleiter, Maurer und viele am Projekt Beteiligte waren gekommen, um diesen symbolischen Mauerfall mitzuerleben. Wichtiger als die Baumaßnahme aber ist, dass hier Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche gemeinsam den Segen gaben als Zeichen, dass Christen noch stärker zusammenrücken wollen. Schließlich standen sich ja einmal die verschiedenen Konfessionen gerade hier in Magdeburg feindlich gegenüber bis hin zur Zerstörung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Nun ist auf diesem Gelände, das auch das ehemalige Hygiene-Institut einbezieht, ein großes ökumenisches, also ein gemeinsam-christliches Projekt geplant, zu dem auch ein neues Kloster der Prämonstratenser gehören soll. Diesen Orden gründete jener Norbert, der im 12. Jahrhundert Erzbischof von Magdeburg war und vieles zur Kultivierung des Landes beitrug. Auch sind hier die evangelische und die katholische Studentengemeinde zu Hause. Die Wallonerkirche gehörte einst zum Augustinerkloster, in dem Martin Luther zu Gast war und durch Predigten in der Johanniskirche die Reformation in Magdeburg auslöste. St. Petri war eine Kirche der Fischer, damals vor der Stadt gelegen, heute katholische Kirche und auch Universitätskirche. Lange nach Kriegsende waren beide Kirchen noch Ruinen. Schließlich erstanden sie dann in den 60er Jahren durch große Anstrengungen der Gemeinden wieder zu ihrer jetzigen guten Form. Wünschen wir also den „Ökumenischen Höfen“ eine gute Zukunft zur Bereicherung und zum Wohle unserer Stadt!

Foto: Müller (Im Hintergrund das ehemalige Hygiene-Institut)

Suchtgefahr im Alter

   (Gerda Bednarz).  Auch im September hatte der Seniorenbeirat wieder ein brisantes Thema auf seiner Tagesordnung. Dazu war Frau Meeßen-Hühne von der Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt eingeladen, die mit vielen Informationen über die Gefahren von Alkohol-, Nikotin-, Medikamenten- und Spielsucht im Alter referierte.

Übermäßiger Alkoholgenuss z.B. ist für die Entstehung von mindestens sieben Krebsarten verantwortlich, weil er als Zellgift wirkt. In Deutschland hat der Alkoholkonsum in den letzten Jahren so stark zugenommen, dass Russland inzwischen überholt wurde. Gefährlich dabei ist, dass die Alkohol- und Medikamentenverträglichkeit im Alter abnimmt und dass sich zwischen beiden oft unerwünschte Kreuzwirkungen zeigen. Solche Kreuzwirkungen gibt es auch, wenn von verschiedenen Ärzten zu viele Medikamente parallel verordnet werden, die nicht miteinander abgestimmt wurden und eventuell Gangunsicherheit und Sturzgefahren bewirken oder auch Wahrnehmungs- und Denkvermögen ungünstig beeinflussen können. Das gilt schon für die Zielgruppen 50+ und sollte verstärkt beobachtet werden. Auch die Spielsucht im Alter hat zugenommen und bringt steigende gesellschaftliche und soziale Probleme mit sich. „Wir brauchen eine Landeskoordinierungsstelle” fordert die Referentin. Die gibt es nämlich noch nicht, weil sich dafür bisher kein Auftraggeber zuständig fühlt. Dafür muss das Problembewusstsein geweckt werden. Der Seniorenbeirat unterstützt dieses Anliegen und bietet im Rahmen seiner wöchentlichen Sprechstunden Rat, Aufklärung und Hilfe an.

Foto: Bednarz (stehend die Referentin)

„Aktiv älter werden – wir machen mit“

(pm/red).  Unter diesem Motto wurde auf Initiative der Landessenioren-vertretung am 21. August 2018 das Netzwerk „Aktiv älter werden“ in Sachsen-Anhalt gegründet. Das Netzwerk will im vorparlamentarischen Raum wirken und in Kontakt zu den gewählten Vertreterinnen und Vertretern sowie den Verwaltungen die besonderen Interessen der Älteren in Politik und Gesellschaft artikulieren. Dem Netzwerk gehören Vertretungen von Universitäten und Hochschulen, von Verbänden aus den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit sowie der Wohnungswirtschaft an.

Als Vorsitzende wurde die Landesvorsitzende der Seniorenvertretung Sachsen-Anhalt und Vorsitzende des Magdeburger Seniorenbeirats Angelika Zander ernannt.  In ersten Arbeitsschritten soll ein politisches Positionspapier mit der Beschreibung der Herausforderung und ersten Lösungsansätzen entstehen. Weitere an der Mitarbeit interessierte Experten oder Einrichtungen melden sich bitte bei der Vorsitzenden Angelika Zander (zander@boerde.de) oder bei Doreen Drüsedau  (doreen.druesedau@mlv.sachsen-anhalt.de).

Foto:Drüsedau

Herbstzeit ist Kürbiszeit

(Dr. Christl Korb). Im Herbst wird unser Speiseplan um die größte Beerenfrucht der Welt, den Kürbis, erweitert. Er stammt ursprünglich aus Mittel – und Südamerika und kam im 16. Jahrhundert mit den Spaniern nach Europa. Weltweit wachsen rund 800 verschiedene Kürbis-Sorten, rund 200 davon sind essbar. Mit seinem saftigen Fleisch und nussigen Aroma hat er auch die europäische Küche erobert. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Einige Kürbissorten weisen unförmige Auswüchse auf. Auch ist er nicht immer rund oder oval. Er kann sehr klein sein, aber auch die Größe eines LKW-Reifens mit einem Gewicht von mehreren Hundert Kilogramm erreichen.

Als Nahrungsmittel punktet der Kürbis mit seinem Gehalt an Vitamin A und B und vielen Mineralstoffen. Am meisten davon Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert. Das Kürbisfleisch enthält wie die Möhre viel Beta-Karotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Aus den Kürbiskernen wird ein hochwertiges Öl hergestellt, welches reich an Vitamin A, E und ungesättigten Fettsäuren ist. Das zarte Kürbisfleisch schmeckt nicht nur lecker, sondern ist in der Küche auch vielfältig einsetzbar, ob als Suppe, in Salaten, gefüllt mit Hackfleisch oder Ziegenkäse. Man kann das Fleisch zu Chutney verarbeiten und einen Kürbiskuchen backen. Beliebt sind die Sorten Hokkaido, Butternut, der würzige Muskat, die Bischofsmütze und der handgroße Mandarin. Es ist aber nicht jeder Kürbis essbar. Die Zierkürbisse enthalten Bitterstoffe, die für den Menschen giftig sind und zu Übelkeit und Erbrechen führen. Also aufgepasst beim Kürbiskauf.

Foto: Korb